München (dpa) - Eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung zweifelt nach einer neuen Umfrage beim Thema Geld an der eigenen Sachkenntnis: Nur 37 Prozent schätzen ihr Finanzwissen als als gut oder sehr gut ein. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Swiss-Life-Versicherung hervor.
Rund 25 Prozent antworteten, sie hätten zu wenig Geld, um sich mit dem Thema zu befassen. Jeweils rund 20 Prozent der Befragten beklagten, das Thema sei zu komplex und die Informationen seien zu widersprüchlich. 60 Prozent stimmten der Aussage zu, Finanzwissen sollte ein Pflichtfach in der Schule sein. Swiss-Life-Geschäftsführer Jörg Arnold kritisierte: “Aktuelle Lehrpläne wirken nicht zeitgemäß und sie bereiten nur bedingt auf ein selbstbestimmtes Leben vor.”
- Die Daten beruhen auf einer Online-Umfrage von YouGov Deutschland im Auftrag von Swiss Life Deutschland. Zwischen dem 5. und 11. Mai 2023 haben 2026 Personen teilgenommen. Die Ergebnisse sind laut Swiss Life repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Gefragt wurde unter anderem nach der Selbsteinschätzung des Finanzwissens, wie man Finanzwissen gut vermitteln kann sowie welche Gründe es gibt, sich nicht mit Finanzen und Vorsorge zu beschäftigen.
