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Verbraucherschützer dringen auf Reform der privaten Altersvorsorge

Die Verbraucherzentralen fordern eine staatlich organisierte Extrarente - und schießen gegen Riester.

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Zwei Frauen halten Einmachgläser mit Geld vor sich. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

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Berlin (dpa). Die Verbraucherzentralen dringen auf Entscheidungen für eine lohnendere private Altersvorsorge. "Ich appelliere an die Bundesregierung, 2020 zum Jahr der Rentenreform zu machen", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur.

Es gebe die große Chance, die Riester-Rente grundlegend zu reformieren, die gut gemeint, aber schlecht gemacht sei. Es lägen praktische Vorschläge auf dem Tisch, wie man es auch in einer Niedrigzinsphase mit einem vertretbaren Risiko im Alter besser haben könne, als es die Riester-Rente bisher anbiete.

Die Verbraucherzentralen werben seit längerem für ein staatlich organisiertes Standardprodukt und haben ein Konzept für eine sogenannte "Extrarente" vorgelegt. Arbeitnehmer sollen demnach automatisch über ihren Arbeitgeber in die Vorsorge einzahlen - es sei denn, sie widersprechen.

Ein öffentlicher Träger soll dann über Ausschreibungen Fondsmanager beauftragen, das Geld am Kapitalmarkt anzulegen. Dann würden eben nicht mehr Banken und Versicherungen über Provisionen am Vertrieb verdienen, sagte Müller. Der vzbv-Chef betonte, es gebe eine hohe Akzeptanz für die gesetzliche Rente. "Das war nicht immer so, sie ist teilweise von Banken und Versicherungskonzernen bewusst schlechtgeredet worden." Zugleich steckten in der privaten Vorsorge große Potenziale.

Im neuen Jahr soll unter anderem auch eine Rentenkommission aus Experten im Auftrag der Bundesregierung Vorschläge machen.


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