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Vorsicht bei Angeboten mit hohen Zinsen

Sparzinsen sind seit langem kaum der Rede wert. Trotzdem werben manche Anbieter mit hohen Zinssätzen. Hier sollten Anleger genau hinschauen.

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Sparschwein mit Prozentzeichen. – Bild: fotomek - stock.adobe.com

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Berlin (dpa/tmn). Eine sichere Geldanlage für einen Zins von 5 Prozent und mehr? Und das Ganze noch abgesichert bis zu einem Betrag von 100.000 Euro durch die europäische Einlagensicherung? Wer würde da nicht gerne zugreifen? Doch Vorsicht, hinter solch vermeintlich attraktiven Angeboten können auch Betrüger stecken. Die Experten der Stiftung Warentest warnen in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 8/2020) vor Sparportalen, die Verbraucher in eine Falle locken.

In einem Fall hatte ein Anbieter online mit einem Festgeldkonto bei einer schwedischen Bank geworben: 2,68 Prozent Zinsen sollten Sparer für ein einjähriges Festgeld bekommen, und die Anlagen seien durch die europaweite Einlagensicherung geschützt. Der Vertrag wurde aber nicht mit der Bank, sondern mit einer Schweizer Firma abgeschlossen.

Unternehmensanleihe statt Festgeldkonto

Auch in einem anderen Fall wurde mit einer sicheren Festgeldanlage geworben: Bei einer Anlagesumme von 50.000 Euro sollten Sparer 3,45 bis 4,65 Prozent Zinsen je nach Laufzeit bekommen. Dahinter verbarg sich aber kein Festgeldkonto. Vielmehr investierten die Anleger in eine Unternehmensanleihe. Unerfahrene Anleger können allerdings laut „Finanztest“ nicht erkennen, welche Risiken damit verbunden sind.

Wichtig für Verbraucher: Auch wenn ein Angebot gut und überzeugend klingt, sollten sie immer kritisch bleiben. Je höher der gebotene Zins ist, desto größer ist auch das Risiko. Wer gut klingende Angebote am Telefon gemacht bekommt, sollte sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen. „Seriöse Angebote sind in der Regel länger erhältlich“, schreiben die Experten in der „Finanztest“.

Einlagensicherung greift oft nicht

Misstrauisch werden sollten Sparer, wenn im Internet eine absolute Sicherheit versprochen wird. Oft handelt es sich nicht um Festgelder, sondern um Anleihen, Nachrangdarlehen oder Direktinvestments. Solche Anlagen sind in der Regel allerdings nicht von der gesetzlichen Einlagensicherung gedeckt. Gerät das damit verbundene Unternehmen in Schwierigkeiten, können Anleger das investierte Geld verlieren.

Außerdem wichtig: Sparer sollten kein Geld überweisen, bevor ein Konto auf ihren Namen eröffnet wurde. Dazu ist in der Regel ein direkter Kontakt zum jeweiligen Geldinstitut nötig. Zur Kontoeröffnung wird meist das Post-Ident- oder Video-Ident-Verfahren eingesetzt. Die Bank bestätigt die Kontoeröffnung außerdem. Hingegen reicht es nicht aus, wenn Verbraucher eine Ausweiskopie verschicken.

Weitere Informationen

www.test.de
Warnliste der Stiftung Warentest

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