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Wer zahlt wie viel Einkommenssteuer?

Einkommenssteuer spielt die wichtigste Rolle in puncto Einnahmen und Umverteilung. Eine aktuelle Studie schaut genauer hin.

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Mann mit Taschenrechner füllt Einkommensteuer-Formulare aus. Bild: IMAGO / Steinach

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Bad Homburg (kjs/IW). Wer viel verdient, muss auch viel Einkommenssteuer zahlen. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) untersucht, wer welchen Anteil an der Einkommensteuer hat.

Die Einkommensteuer ist die wichtigste Steuer in Deutschland. Zusammen mit dem Solidaritätszuschlag kommen daraus jährlich über 300 Milliarden Euro in die Staatskasse. Das entspricht etwa 40 Prozent aller Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden.

Zugleich ist die Einkommensteuer das wichtigste Instrument zur Umverteilung. Je höher das Einkommen, desto höher der Steuersatz und desto größer der Anteil am Einkommensteueraufkommen. So trägt das reichste Zehntel der Bevölkerung mehr als 50 Prozent der Einkommensteuer, zeigt die IW-Studie. Danach müsste ein Single mit einem Einkommen von einer Million Euro inklusive Solidaritätszuschlag 457.000 Euro Steuern zahlen.

30 Prozent zahlen keine Einkommenssteuer

Auf der anderen Seite gibt es etwa 20 Millionen Erwachsene, die keine Einkommensteuer zahlen, weil sie entweder zu wenig verdienen oder steuerfreie Einkünfte beziehen. Mit über sieben Millionen sind Rentner die größte Gruppe.

Aber auch Auszubildende, Studenten, geringfügig Beschäftigte und Arbeitslose entrichten keine Einkommensteuern. Damit zahlen rund 30 Prozent der Erwachsenen keine Einkommensteuer.

Steuerlast stärker als Einkommen gestiegen

Rund 2,3 Prozent aller steuerpflichtigen Personen bringen mehr als 25.000 Euro im Jahr auf. Sie tragen damit insgesamt rund ein Viertel zu den Einnahmen aus der Einkommensteuer bei. In den vergangenen Jahren ist die Steuerlast stärker gestiegen als die Einkommen.

Für die Studie hat das IW aktuelle Mikrodaten des Sozio-ökonomischen Panels ausgewertet.


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