München (dpa/iv). Wegen hoher Schäden durch Naturgefahren und steigender Baupreise wird nach Daten des Onlineportals Check24 auch die Wohngebäudeversicherung teurer. Im kommenden Jahr würden die Beiträge um rund 15 Prozent steigen, teilte das Münchner Unternehmen mit.
Versicherer kalkulieren ihre Preise im Wesentlichen auf Grundlage von Schadenhöhe und Reparaturkosten. Demnach hat der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) mittlerweile den neuen Anpassungsfaktor für die Reparaturkosten veröffentlicht. Der Anpassungsfaktor wird jährlich vom GDV veröffentlicht und basiert auf dem Baupreisindex für Wohngebäude und dem Tariflohnindex für das Baugewerbe.
Beispiele für Preiserhöhungen
Im Ergebnis werden die Jahresbeiträge für Wohngebäude nach Check24-Berechnungen um zwei bis dreistellige Summen steigen. Zwei Modellrechnungen:
- Bei einem Mehrfamilienhaus in Duisburg – 230 m², Massiv-Bau von 2014 mit Keller, drei Wohneinheiten und harter Bedachung – kostet die Absicherung für die Gefahren Feuer und Blitzschlag, Leitungswasser und Sturm & Hagel sowie Elementarschutz ohne Selbstbeteiligung aktuell rund 1780 Euro im Jahr. Allein durch die Indexanpassung erhöht sich der Beitrag zum Januar 2023 um gut 267 Euro. Hinzu kommt in der Regel noch ein Zuschlag aufgrund des steigenden Gebäudealters im neuen Jahr von 2,4 Prozent oder rund 43 Euro.
- Im Beispiel für ein Einfamilienhaus in Dresden – Massiv-Bau von 2000 ohne Keller und und mit harter Bedachung – erhöht sich der Jahresbeitrag von 208 Euro auf 244 Euro.
