Frankfurt/Main (dpa). Zollsenkungen zwischen den USA und China haben den Dax zum Wochenbeginn auf neue Rekordhöhen geschickt. Kurz nach dem Börsenstart sprang der deutsche Leitindex um 1,54 Prozent auf 23.861,01 Zähler hoch, nachdem er am Freitag erstmals die Marke von 23.500 Punkten übersprungen hatte.
China und die USA haben im laufenden Handelsstreit eine Senkung ihrer gegenseitigen Zölle beschlossen. Wie aus einer gemeinsamen Erklärung hervorgeht, gilt die Regelung vorübergehend für 90 Tage. Dass die beiden weltgrößten Volkswirtschaften aufeinander zugegangen seien und ihre Zölle wieder senken wollen, wurde am Markt mit Erleichterung aufgenommen.
Der EuroStoxx 50 notiert derweil noch etwas unter seiner Bestmarke, die ebenfalls im März aufgestellt wurde. Für den Leitindex der Eurozone ging es an diesem Morgen um 1,49 Prozent auf 5.393,19 Punkte nach oben. Der MDax, der Index der mittelgroßen Unternehmen hierzulande, stieg um 1,10 Prozent auf 30.056,18 Punkte. Bis zu seinem Rekordhoch aus dem Jahr 2021 ist es noch ein gutes Stück hin, denn es liegt über 36.000 Punkten.
Geplante Friedensverhandlungen werden positiv gesehen
Auch die anstehenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über einen möglicherweise dauerhaften Frieden würden positiv gesehen sowie an den asiatischen Börsen die Waffenruhe zwischen Indien und Pakistan, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.
Noch Anfang April war das deutsche Börsenbarometer bis auf knapp 18.490 Punkte abgesackt, nachdem US-Präsident Donald Trump massive Zollpakete bekanntgegeben und China mit Gegenmaßnahmen reagiert hatte. Seitdem hat der Leitindex in einer kräftigen Erholungsbewegung wieder um rund 29 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn liegt er bereits wieder fast 20 Prozent im Plus.
