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4,3 Prozent mehr Minijobber im dritten Quartal

Zahl der geringfügig Beschäftigten stieg von 5,9 auf 6,15 Millionen. Anteil der Rentenversicherungspflichtigen vergleichsweise wenig gesunken.

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Kellnerin in einem Restaurant. Bild: IMAGO / Westend61

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Bochum (kbs/sth). Etwa 6,15 Millionen Minijobber im gewerblichen Bereich waren zum 30. September bei der Minijob-Zentrale gemeldet – knapp 4,3 Prozent mehr als im zweiten Vierteljahr dieses Jahres. Das geht aus dem neuen Quartalsbericht der Minijob-Zentrale bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Minijobber demnach um 7,7 Prozent, gegenüber dem Vorquartal, das noch ganz im Zeichen des Corona-Lockdowns stand, war dies allerdings ein Plus von rund 250.000.

Die Lage auf dem Minijob-Markt hat sich dem Bericht zufolge im Sommer „erheblich entspannt“. Ganz besonders betroffen vom Lockdown sei das Gast- und Unterhaltungsgewerbe gewesen. Restaurants, Kneipen, Freizeitparks und Kinos hatten geschlossen. „Erfahrungsgemäß arbeiten gerade in diesen Tätigkeitsfeldern viele Minijobber, da hier temporäre Arbeitsspitzen anfallen“, heißt es. So seien zum 30. September rund 723.000 Minijobber im Wirtschaftszweig Gastgewerbe gemeldet gewesen. Im Vergleich zum Vorquartal sei dieser Wert um 24 Prozent gewachsen, so die Minijob-Zentrale.

Höchster Beschäftigungszuwachs im Gastgewerbe

Nach Tätigkeitsfeldern im Gastgewerbe unterschieden lag der „höchste Anstieg mit 32,5 Prozent“ den Angaben zufolge in der Rubrik „Hotels, Gasthöfen und Pensionen“. Im Wirtschaftszweig Kunst, Unterhaltung und Erholung sei die Zahl der Minijobber im Vergleich zum Vorquartal ebenfalls deutlich (+16,9 Prozent) gestiegen. Weniger Minijobber habe es in Privathaushalten gegeben – „doch den großen Einbruch wie im gewerblichen Bereich gab es nicht“, so die Minijob-Zentrale. Zum 30. September waren knapp 288.000 geringfügig entlohnte Beschäftigte in diesem Bereich gemeldet – minus 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 3,2 Prozent weniger als im zweiten Quartal.

Positiv entwickelte sich laut Quartalsbericht wieder die Zahl der rentenversicherungspflichtigen Minijobber. Sie kletterte im gewerblichen Bereich gegenüber dem zweiten Quartal um drei Prozent oder rund 35.600 auf mehr als 1,2 Millionen. In den Privathaushalten sank der Anteil der gemeldeten geringfügig Beschäftigten zwar um 3,1 Prozent auf etwa 38.000 Ende September. Dies war jedoch etwas weniger als der Rückgang bei allen häuslich tätigen Minijobbern (- 3,2 Prozent). 

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