Berlin (sth). Etwa acht Millionen gesetzliche Altersrenten hatten im Jahr 2024 eine Netto-Höhe von unter 1000 Euro - und lagen damit unter dem durchschnittlichen Bruttobedarf der Empfänger von Altersgrundsicherung von etwa 1.011 Euro. Das waren etwa 42 Prozent aller rund 18,9 Millionen Altersrenten, die im Vorjahr monatlich von der Deutschen Rentenversicherung ausgezahlt wurden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer hervor, die ihre-vorsorge.de vorliegt. Demnach wurden knapp 6,5 Millionen Altersrenten unter 1000 Euro - nach Abzug von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung - an deutsche Rentnerinnen und Rentner gezahlt, rund 1,5 Millionen an ausländische Rentenbeziehende.
Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort ausdrücklich darauf hin, dass allein aus der Höhe einer gesetzlichen Altersrente “grundsätzlich nicht auf Bedürftigkeit in der Grundsicherung … geschlossen werden kann”. Grund dafür sei, dass in den Daten der gesetzlichen Rentenversicherung “weitere (Alters-)Einkommen und der Haushaltskontext nicht berücksichtigt sind”. So falle das Haushaltseinkommen in Paar-Haushalten mit den kleinsten Nettorenten “durchschnittlich am höchsten aus”, schreibt die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese (SPD) in ihrer Antwort.
Die Höhe der Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung verteile sich “von Kleinstrenten bis hin zu sehr hohen Rentenbeträgen”, so Griese weiter. Denn ein Rechtsanspruch auf Zahlung einer gesetzlichen Altersrente bestehe bereits nach einer Wartezeit (= Versicherungszeit, d. Red.) von fünf Jahren. “Gerade bei geringen Renten bestehen aber oft auch Ansprüche in anderen Sicherungssystemen, über die in der Statistik der Deutschen Rentenversicherung keine Informationen vorliegen”, schreibt die Regierungsvertreterin.
