Berlin (dpa). Die CDU will über die Ideen der Regierungskommission zur Zukunft der Rente vertieft beraten. Die Parteispitze setzte dazu eine Arbeitsgruppe ein, wie die Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer am Montag nach Beratungen des Parteipräsidiums mitteilte. Die Arbeitsgruppe solle die Ergebnisse der Rentenkommission "auswerten und dann auch geordnet darüber beraten, wie wir mit diesen Ergebnissen umgehen". Vor allem beim Parteinachwuchs der Jungen Union und in der Mittelstandsvereinigung werden die Empfehlungen als nicht ausreichend angesehen, um die Rente langfristig zu sichern.
Die Expertenkommission der Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche Empfehlungen zur Zukunft der Rente nach 2025 vorgelegt. Das Gremium schlug vor, dass das Sicherungsniveau - also das Verhältnis einer gesetzlichen Standardrente nach 45 Beitragsjahren zu den Löhnen - in einem Korridor zwischen 44 und 49 Prozent liegen soll. Beim Beitragssatz wurde ein Korridor zwischen 20 und 24 Prozent empfohlen. Empfehlungen zu einer weiteren Erhöhung des Renteneintrittsalters über die geplanten 67 Jahre hinaus gab es nicht. Sozialminister Hubertus Heil (SPD) kündigte für diesen Herbst Vorschläge auf Basis der Kommissionsempfehlungen an.
