Stuttgart (drv/sth). Den Haushalt für das Jahr 2023 mit einem Umfang von mehr als 26,1 Milliarden Euro hat jetzt die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg beschlossen. Damit fällt das Budget des gesetzlichen Rentenversicherungsträgers für das Ländler um knapp 1,5 Milliarden Euro oder xx Prozent höher aus als 2022. „Die gesetzliche Rente steht sehr gut da“, sagte Martin Kunzmann, alternierender Vorstandsvorsitzender der Versichertenseite bei der Vorstellung der aktuellen Finanzlage der DRV im gesamten Bundesgebiet.
Noch nie seien so viele Menschen abhängig beschäftigt gewesen wie derzeit, so Kunzmann. Hiervon profitiere auch die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage, die Finanzreserve der Rentenkassen, mit derzeit knapp 42 Milliarden Euro oder 1,66 Monatsausgaben. Damit stelle sich „das Umlageverfahren erneut als krisenfest dar“, erklärte Kunzmann. Zudem blickte der ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende in der letzten Sitzung der Vertreterversammlung vor der Sozialwahl 2023 auf wirtschaftliche und vor allem nachhaltige Entscheidungen der Selbstverwaltung zurück.
Beschluss für Geothermie war richtig
So sei es beispielsweise richtig gewesen, bei den Neubauplanungen für das Stuttgarter Verwaltungsgebäude auf Geothermie zu setzen, sagte Kunzmann. „Davon profitieren die zu beratenden Kundinnen und Kunden sowie die Mitarbeitenden in der aktuellen Energiekrise.“ Generell habe man beim Neubau die Kostenobergrenze von 69 Millionen Euro einhalten können. „Eine großartige Leistung aller Beteiligten“, hob Kunzmann hervor, weil dies bei Bauvorhaben der öffentlichen Hand keine Selbstverständlichkeit sei.
Geschäftsführerin Gabriele Frenzer-Wolf bezog Stellung zur Personalsituation in der DRV Baden-Württemberg. Man habe im Vergleich mit anderen Rentenversicherungsträgern die jüngste Belegschaft und eine der höchsten Ausbildungsquoten. „Dennoch sind auch wir davon betroffen, dass die Babyboomer-Generation bald in Rente geht.“ Aus diesem Grund nutze die DRV Baden-Württemberg jede Chance, Mitarbeitende für sich zu gewinnen. „Unser Ziel ist es, sichtbarer zu werden in dem, was wir sind: ein moderner, attraktiver Arbeitgeber, der sich agil an den Bedürfnissen der Beschäftigten sowie der Kundinnen und Kunden ausrichtet“, so Frenzer-Wolf weiter. Man werde die Ausbildungszahlen nochmals erhöhen und werbe zusätzlich vermehrt um Fachkräfte aus der Verwaltung, dem IT-Bereich und der Medizin sowie qualifizierte Quereinsteigende.
