Berlin/Frankfurt am Main (sth). Weit mehr als vier Millionen der über 18,7 Millionen gesetzlichen Altersrenten, die Ende des Jahres 2023 an Menschen in Deutschland und im Ausland gezahlt wurden, könnten heutige Neurentnerinnen und -rentner nicht mehr in Anspruch nehmen. Laut neuen Daten der DRV, die ihre-vorsorge.de vorliegen, werden auch etwa zehn Jahre nach dem Auslaufen der früheren “Altersrente für Frauen” und der “Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit” knapp 4,4 Millionen dieser Altersrenten an noch lebende Seniorinnen und Senioren gezahlt. Das ist fast ein Viertel (23,3 Prozent) aller monatlich von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) überwiesenen Altersrenten.
Die Ende 2023 ermittelte Gesamtzahl von rund 18,74 Millionen Altersrenten lag den DRV-Angaben zufolge um knapp 170.000 oder 0,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Jahr 2015 war die Zahl der Altersrenten erstmals über die 18-Millionen-Hürde gesprungen, im Jahr 2006 hatte sie die 17-Millionen-Grenze geknackt, erst 2003 die 16-Millionen-Grenze genommen.
Die Zahlungen für Seniorinnen und Senioren verteilten sich demnach auf
- etwa 7,7 Millionen Regelaltersrenten (für Versicherte mit weniger als 35 Versicherungsjahren)
- knapp 2,9 Millionen Altersrenten für Frauen (gibt es nur noch für vor 1952 geborene Frauen)
- rund 2,45 Millionen Altersrenten für langjährig Versicherte (mit mindestens 35 Versicherungsjahren)
- etwa 2,41 Millionen Altersrenten für besonders langjährig Versicherte (mit mehr als 45 Versicherungsjahren)
- etwa 1,77 Millionen Altersrenten für schwerbehinderte Menschen (mit mehr als 35 Versicherungsjahren)
- rund 1,49 Millionen Altersrenten wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit (gibt es nur noch für vor 1952 geborene Versicherte).
“Rente mit 63” könnte bald auf Platz 3 der Altersrenten rücken
Bemerkenswert: Die erst seit 2012 zugängliche - und ab Mitte 2014 besonders attraktive - Altersrente für besonders langjährig Versicherte könnte bereits im kommenden Jahr an mehr Menschen gezahlt werden als die deutlich leichter erhältliche Altersrente für langjährig Versicherte - und damit auf Platz 3 der Altersrenten-Rangliste rücken. Zudem ist die vor zehn Jahren als “Rente mit 63” populär gewordene Altersrente für Menschen mit mehr als 45 Versicherungsjahren auch in der Höhe deutlich interessanter als die “Rente für langjährig Versicherte”: Während die letztgenannte Rente Ende 2023 eine durchschnittliche Nettohöhe von 1260 Euro hatte, fiel die Rente für besonders langjährig Versicherte mit im Schnitt 1574 Euro um 25 Prozent höher aus.
Ebenfalls interessant: Die seit rund zehn Jahren für Neurentnerinnen und -rentner nicht mehr zugängliche “Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit” fiel 2023 mit durchschnittlich 1545 Euro (netto) nur unwesentlich niedriger aus als die “Altersrente für besonders langjährig Versicherte”. Das deutet daraufhin, dass auch Rentnerinnen und Rentner, deren Erwerbsleben mit mehreren Jahren Altersteilzeitarbeit oder einer Phase der Arbeitslosigkeit endete, in der Regel auf eine lange Versicherungsbiografie zurückblicken können.
