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Renten steigen um mehr als 3 Prozent

Bundesregierung: Rentner in Westdeutschland erhalten ab 1. Juli 3,18 Prozent mehr Geld, in den neuen Ländern 3,91 Prozent.

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Berlin (sth/bmas/dpa). Die Rentner in Deutschland erhalten zum 1. Juli spürbar steigende Bezüge. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,18 Prozent, im Osten sogar um 3,91 Prozent. Das teilte das Bundesarbeitsministerium (BMAS) am Mittwoch in Berlin mit. Damit fällt die Rentenerhöhung so aus, wie es eine Prognose der Bundesregierung im Herbst vergangenen Jahres schon vorhergesagt hatte. Nun stehe die Anpassung fest, weil Daten des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Rentenversicherung Bund unter anderem zur Lohnentwicklung vorlägen, so das BMAS. Der "aktuelle Rentenwert", der den Rentenanspruch eines Durchschnittsverdieners nach einem Jahr Zahlung von Rentenbeiträgen angibt, steigt demnach von gegenwärtig 32,03 Euro auf 33,05 Euro, der aktuelle Rentenwert (Ost) von 30,69 Euro auf 31,89 Euro.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte: "Auch in diesem Jahr profitieren die Rentnerinnen und Rentner von der guten Lage am Arbeitsmarkt und den Lohnsteigerungen der Vergangenheit in Form von besseren Renten. Auf dem Weg zu gleichen Rentenwerten in Ost und West kommen wir mit der Rentenanpassung 2019 ebenfalls weiter gut voran. Der Rentenwert (Ost) erreicht 96,5 Prozent des Westwerts. Bis spätestens zur Rentenanpassung 2024 wird der aktuelle Rentenwert (Ost) auf 100 Prozent des Westwerts ansteigen. Insgesamt zeigt sich: Die gesetzliche Rente bleibt die zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland."

Rentenanpassung stärker als die Lohnentwicklung

Grundlage für die Rentenanpassung ist nach Angaben des BMAS die Lohnentwicklung. Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung beträgt 2,39 Prozent in den alten Ländern und 2,99 Prozent in den neuen Ländern. Daneben wird durch den Nachhaltigkeitsfaktor die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentnern zu Beitragszahlern bei der Anpassung der Renten berücksichtigt. Der Nachhaltigkeitsfaktor wirkt sich mit +0,64 Prozentpunkten positiv auf die Rentenanpassung aus, zudem der Faktor Altersvorsorgeaufwendungen – der die Kosten der Versicherten für ihre zusätzliche Altersvorsorge abbildet – mit +0,13 Prozentpunkten.

Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, betonte: "Mit der Rentenanpassung in diesem Jahr erleben wir seit 2014 eine Steigerung der Renten im Westen von 15 Prozent und im Osten von 20 Prozent." Das liege deutlich über der Preissteigerung in diesem Zeitraum. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach forderte, auch auf lange Sicht müssten die Weichen so gestellt werden, "dass ein stabiles Rentenniveau für die morgigen Generationen gute Rentenerhöhungen bringen kann". Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Verena Bentele, sagte, die Rentenerhöhung sei nur "ein Tropfen auf den heißen Stein". Kommen müsse die Grundrente für Geringverdiener.

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Link zu weiteren Informationen des Bundessozialministeriums zur Rentenanpassung 2019

www.deutsche-rentenversicherung.de

Häufig gestellte Fragen und zugehörige Antworten zur Rentenanpassung von der Deutschen Rentenversicherung

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