Berlin/Frankfurt am Main (sth). Die Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu ihrem jüngsten Monatsbericht klang verhalten. „Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt bleibt auch im April schwach. Einer der Gründe dafür ist die träge Konjunktur", erklärte die Chefin der Nürnberger Arbeitsmarktbehörde, Andrea Nahles, demnach Ende April bei der Vorstellung der neuen Arbeitsmarktzahlen. Für die 16 gesetzlichen Rentenkassen wichtig war jedoch eine Ergänzung, die Nahles nachschob: „Insgesamt befindet sich der Arbeitsmarkt aber in einer stabilen Verfassung.“
Dies zeigt sich auch in den aktuellen Daten zu den Beitragseinnahmen der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die jetzt vom Bundesamt für Soziale Sicherung veröffentlicht wurden. Demnach flossen in den ersten vier Monaten dieses Jahres rund 4,8 Milliarden Euro mehr auf die Konten der Rentenversicherer als in den entsprechenden Monaten des Vorjahres. Insgesamt kletterten die Beitragszuflüsse an die Rentenkassen für Verdienste der Beschäftigten und für die Erziehung von Kindern bis Ende April auf 92,2 Milliarden Euro – ein Plus von über 5,5 Prozent.
Auch die Finanzreserve der Rentenversicherer, die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage, blieb im ersten Drittel des Jahres mit etwa 42 Milliarden Euro bemerkenswert stabil. Diese Summe entspricht knapp 1,6 Monatsausgaben. In der zweiten Jahreshälfte dürfte jedoch die zum zweiten Mal in Folge ungewöhnlich hohe Rentenanpassung auf die Finanzen der Rentenversicherung durchschlagen: Ab Juli erhalten die 17 Millionen Rentnerinnen und Rentner im Westen Deutschlands etwa 4,4 Prozent mehr Rente, die vier Millionen Rentenbeziehenden im Osten knapp 5,9 Prozent. Eine etwas kräftigere Konjunktur als zuletzt würde den DRV-Finanzfachleuten bei der Haushaltsplanung für das kommende Jahr sicher helfen.
