Berlin (sth). Die Bundesregierung hat am Mittwoch die Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2020 beschlossen. Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung entsprechend der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr angepasst. Die der Anpassung zugrundeliegende Einkommensentwicklung im Jahr 2018 lag nach Angaben des Bundessozialministeriums im Bundesgebiet bei 3,12 Prozent – in den alten Bundesländern bei 3,06 Prozent, in den neuen Ländern bei 3,38 Prozent.
Der Verordnung zufolge steigt die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung im Westen um 3 Prozent, im Osten um 4,9 Prozent. Für die Ermittlung der Einkommensentwicklung wird die Veränderung bei den Bruttoverdiensten je Arbeitnehmer ohne Beschäftigte in sogenannten Ein-Euro-Jobs zugrunde gelegt. Die Verordnung muss noch vom Bundesrat gebilligt werden.
| West | Ost | |||
|---|---|---|---|---|
| Monat | Jahr | Monat | Jahr | |
| Beitragsbemessungsgrenze: allgemeine Rentenversicherung | 6.900€ | 82.800€ | 6.450€ | 77.400€ |
| Beitragsbemessungsgrenze: knappschaftliche Rentenversicherung | 8.450€ | 101.400€ | 7.900€ | 94.800€ |
| Beitragsbemessungsgrenze: Arbeitslosenversicherung | 6.900€ | 82.800€ | 6.450€ | 77.400€ |
| Versicherungspflichtgrenze: Kranken- u. Pflegeversicherung | 5.212,50€ | 62.550€ | 5.212,50€ | 62.550€ |
| Beitragsbemessungsgrenze: Kranken- u. Pflegeversicherung | 4.687,50€ | 56.250€ | 4.687,50€ | 56.250€ |
| Bezugsgröße in der Sozialversicherung | 3.185€* | 38.220€* | 3.010€ | 36.120€ |
| vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr in der Rentenversicherung | 40.551€ | |||
* in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt dieser Wert bundeseinheitlich
