Kindererziehungsleistung – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Kindererziehungsleistung

Vor 1921 geborene Mütter (in den neuen Ländern: vor 1927 geborene) erhalten für jedes lebend geborene Kind auf Antrag eine so genannte Kindererziehungsleistung. Berücksichtigt werden hierbei, von bestimmten Ausnahmen abgesehen, nur Geburten innerhalb Deutschlands.

Die Höhe der Leistung beträgt vom 01.07.2019 bis 30.06.2020 in den alten Bundesländern monatlich 82,63 Euro je Kind.  In den neuen Bundesländern beträgt die Leistung demgemäß monatlich 79,73 Euro je Kind. Die seit 01.01.2019 geltende Regelung entspricht der Erweiterung der Kindererziehungsjahre um ein halbes Jahr für vor 1991 geborene Kinder auf das Zweieinhalbfache des aktuellen Rentenwerts (bis 31.12.2018: das Zweifache des aktuellen Rentenwerts).

Die Leistung für Kindererziehung setzt keinen Rentenanspruch voraus, führt aber auch nicht zur Anerkennung rentenrechtlicher Zeiten, so dass hiermit die Wartezeit für eine Rente nicht erfüllt werden kann. Mütter, die eine Rente beziehen, erhalten die Kindererziehungsleistung zusammen mit der Rente ausgezahlt. Die Kindererziehungsleistung darf nicht auf andere Sozialleistungen, etwa Sozialhilfe, angerechnet werden.

Diese Leistung wird wegen der frühen Geburtsjahrgänge dieser Mütter wohl in den nächsten Jahren auslaufen.

 

 

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