Kindererziehungsleistung – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Kindererziehungsleistung

Vor 1921 geborene Mütter (in den neuen Ländern: vor 1927 geborene) erhalten für jedes lebend geborene Kind auf Antrag eine Leistung für Kindererziehung. Berücksichtigt werden hierbei, von bestimmten Ausnahmen abgesehen, nur Geburten innerhalb Deutschlands.

Die Höhe der Leistung beträgt im ersten Halbjahr 2019 in den alten Bundesländern monatlich 80,08 Euro je Kind. Das entspricht analog zur Erweiterung der Kindererziehungsjahre um ein halbes Jahr für vor 1991 geborene Kinder dem zweieinhalbfachen des aktuellen Rentenwerts (bis 31.12.2018: das Zweifache des aktuellen Rentenwerts) für die alten Bundesländer. In den neuen Bundesländern beträgt die Leistung demgemäß monatlich 76,73 Euro je Kind.

Die Leistung für Kindererziehung setzt keinen Rentenanspruch voraus, führt aber auch nicht zur Anerkennung rentenrechtlicher Zeiten, so dass hiermit die Wartezeit für eine Rente nicht erfüllt werden kann. Mütter, die eine Rente beziehen, erhalten die Kindererziehungsleistung zusammen mit der Rente ausgezahlt. Die Kindererziehungsleistung darf nicht auf andere Sozialleistungen, etwa Sozialhilfe, angerechnet werden.

Diese Leistung wird wegen der frühen Geburtsjahrgänge dieser Mütter wohl in den nächsten Jahren auslaufen.

 

 

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