Nürnberg (dpa). Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli um 107.000 auf 2,47 Millionen gestiegen. Hintergrund ist vor allem die weitere Erfassung ukrainischer Flüchtlinge in der Arbeitsmarktstatistik, wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mitteilte.
- Arbeitslosenzahl im Juli: +107.000 auf 2.470.000
- Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -120.000
- Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent
Erwerbstätigkeit und Beschäftigung
Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nehmen weiter zu.
- Erwerbstätige gegenüber Vormonat: + 24.000
- Erwerbstätige gegenüber Vorjahr: +610.000 auf 45,57 Millionen
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte von April auf Mai 2022: + 45.000
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Vorjahr: +681.000 auf 34,43 Millionen
Weniger Kurzarbeit
Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit war zuletzt weiter rückläufig, wie die Bundesagentur zudem mitteilte. Belastbare Daten liegen bis Mai vor. Zu dieser Zeit waren 328.000 Menschen in Deutschland in Kurzarbeit. Die Bundesagentur ist immer noch mit mehr als 2000 Mitarbeitern dabei, die Kurzarbeitsspitzen aus den Lockdown-Phasen der Corona-Pandemie abzuarbeiten. In der Spitze waren fast sechs Millionen Menschen in Deutschland in Kurzarbeit.
