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Armutsgefährdung regional sehr unterschiedlich

Statistikämter: Bremerhaven war 2017 mit 28,4 Prozent die Region mit der höchsten Armutsgefährdungsquote, München mit 8,5 Prozent mit der geringsten.

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Friseur schneidet einem Kunden die Haare. Bild: IMAGO / Westend61 / Christian Vorhofer

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Berlin (dpa). Die Armutsgefährdung ist in Deutschland regional sehr unterschiedlich verteilt. So war Bremerhaven im vergangenen Jahr deutschlandweit mit 28,4 Prozent die Region mit der höchsten Armutsgefährdungsquote, gefolgt von Emscher-Lippe in Nordrhein-Westfalen mit 24,6 Prozent und der Altmark in Sachsen-Anhalt mit 24 Prozent. Dies geht aus aktuellen Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zu Armutsgefährdungsquoten nach Raumordnungsregionen hervor. Die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke) machte anlässlich einer Debatte im Bundestag über die "Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland" am Mittwoch darauf aufmerksam.

Die Werte geben den Anteil der Personen mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung an. Die Schwelle dieser Armutsgefährdung lag 2017 deutschlandweit bei 999 Euro für einen Einpersonenhaushalt. München hatte mit 8,5 Prozent die geringste Quote an von Armut gefährdeten Menschen. Auf dem zweiten Platz lag die Region Bodensee-Oberschwaben mit 9,1 Prozent, gefolgt von Schleswig-Holstein Süd mit 9,3 Prozent.

Zimmermann, Sozialexpertin ihrer Fraktion, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Von gleichwertigen Lebensverhältnissen kann in Deutschland nicht gesprochen werden." Wenn die Bundesregierung es ernst meine mit ihrem erklärten Ziel, solche Verhältnisse zu unterstützen, dürfe es nicht bei Lippenbekenntnissen und Ankündigungen bleiben. "Um Armut zu bekämpfen, braucht es ein umfassendes Konzept", sagte Zimmermann. So müsse etwa prekäre Beschäftigung zurückgedrängt werden.

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Weitere Informationen des Bundestags:
www.bundestag.de

Weitere Informationen des Bundestags: www.amtliche-sozialberichterstattung.de




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