Ihre-Vorsorge Logo

Ausbildung wird nur langsam an Digitalisierung angepasst

Viele Ausbildungsberufe existieren seit Jahrzehnten. Dass sich die Lehrpläne an eine digitalisierte Arbeitswelt anpassen müssen, ist eigentlich klar.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Auszubildende in einer Werkstatt. Bild: IMAGO / Westend61

© Nicht definiert

Köln (dpa/tmn). Die Digitalisierung beeinflusst auch die Berufsausbildung. Einige Unternehmen haben die Ausbildung deshalb zum Teil bereits angepasst. Viele sehen aber Handlungsbedarf vor dem Beginn der Berufsausbildung und bei den Berufsschulen. Das legt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln nahe, für die rund 1.000 Unternehmen befragt wurden.

Neue Ausbildungsinhalte, digitale Lehr- und Lernmethoden

Um die Ausbildung an die sich verändernde Arbeitswelt anzupassen, greifen Unternehmen auf verschiedene Mittel zurück. Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) hat in den vergangenen Jahren zum Beispiel die Ausbildungsinhalte angepasst – wenn auch zum Teil nur in geringem Maße. Und etwa ein Drittel aller Unternehmen (32 Prozent) hat digitale Lehr- und Lernmethoden eingeführt.

In etwas weniger als der Hälfte (46 Prozent) der Unternehmen haben sich Ausbilder gezielt auf die Digitalisierung vorbereitet. Mehr als jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) gab an, dass die Auszubildenden sich bei der Gestaltung der Ausbildung aktiv mit Ideen und Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung einbringen.

Unternehmen sehen Handlungsbedarf bei den Berufsschulen

Die Unternehmen sehen Handlungsbedarf vor allem außerhalb ihrer eigenen Zuständigkeiten. Knapp zwei von drei Unternehmen (64 Prozent) gaben an, dass die Schulen ihre Abgänger besser auf die Anforderungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt vorbereiten sollten. Die Hälfte der Unternehmen (50 Prozent) äußerte auch Bedarf an Weiterbildungsangeboten für Ausbilder.

Die Zufriedenheit der Unternehmen mit den Berufsschulen fällt der Studie zufolge beim Thema Digitalisierung eher schwach aus. Sowohl mit der Vorbereitung der Auszubildenden an der Berufsschule als auch technischen und personellen Ausstattung waren die Unternehmen insgesamt wenig glücklich. Jeweils etwas über ein Drittel war mit der Anzahl verfügbarer Lehrkräfte (37 Prozent) und deren digitaler Kompetenz (35 Prozent) unzufrieden. Vier von zehn Unternehmen (40 Prozent) kritisieren die technische Ausstattung.

Digitalisierung braucht ganz neue Ausbildungsberufe

Bei der Frage nach notwendigen Veränderungen, stimmen fast ein Drittel der Unternehmen (32 Prozent) der Aussage zu, dass neue Ausbildungsberufe geschaffen werden sollten. Stärker jedoch ist der Wunsch die vorhandenen Ausbildungsberufe zu modernisieren und neue Zusatzqualifikationen zu schaffen. Den Aussagen stimmten jeweils fast drei Viertel der Unternehmen voll oder teilweise zu (72 und 73 Prozent).

Weitere Informationen

www.iwkoeln.de
PDF zur Studie

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Immer mehr Menschen kämpfen mit unbezahlten Rechnungen – die Zahl der Privatinsolvenzen steigt. Wer besonders betroffen ist und was das für Verbraucher bedeutet.

Time
2 Minuten

Wer seine Gartenhilfe als Minijobber anmeldet, kann einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen. Was dafür notwendig ist und welche Vorteile beide Seiten durch die Anmeldung noch haben.

Time
2 Minuten

Als die jüngsten Pflegepläne ins Kabinett sollten, machte es die Regierung bis zuletzt spannend. Nun will sich die Ministerrunde wieder mit der Zukunft der Pflege beschäftigen.

Time
4 Minuten

Bei einer Führungsklausur sucht die CDU nach Auswegen aus ihrer Krise. Der Kanzler stellt inhaltliche Nachsteuerungen in Aussicht, die auch Entlastung für Millionen Haushalte bringen sollen.

Time
1 Minuten

Eine Krankschreibung bedeutet nicht gleich Hausarrest. Denn je nach Krankheit und geplanter Aktivität, können Arbeitnehmer mehr machen, als so mancher vermutet.

Time
2 Minuten

Zahlen der Bundesagentur für Arbeit beleuchten, wer von den „erwerbsfähigen“ Menschen über viele Jahre auf Hilfe angewiesen ist. Was helfen könnte, ist teilweise umstritten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026