Berlin/Nürnberg (dpa). Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, hat Geflüchteten aus der Ukraine unbürokratische Unterstützung bei der Arbeitssuche zugesichert. „Wenn es dazu kommen sollte, dass die Menschen länger bei uns bleiben und sie Arbeit suchen oder eine Ausbildung machen wollen, sind wir selbstverständlich vorbereitet und gut aufgestellt, um möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen“, sagte Scheele dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
„Nach ersten Einschätzungen unseres Forschungsinstituts IAB sind viele der Menschen aus der Ukraine gut qualifiziert“, sagte er. „Rund die Hälfte hatte in der Vergangenheit einen Hochschulabschluss oder vergleichbare Abschlüsse, ein Viertel höhere Schulabschlüsse.“
Erste Schritte in die Wege geleitet, Politik muss nachziehen
Die Bundesagentur für Arbeit sei mit Kolleginnen und Kollegen im ganzen Bundesgebiet im regelmäßigen Austausch. „Wir gehen in den in den Kommunen bereits jetzt auf alle Beteiligten zu und reaktivieren die Netzwerke, die wir in der letzten Fluchtmigrationsbewegung ab 2014 erfolgreich aufgebaut haben“, sagte der BA-Chef dem RND weiter.
Momentan müsse man aber noch abwarten, „welche Möglichkeiten uns die Politik gesetzlich gibt, zu helfen, wie viele Menschen zu uns kommen, welche Bedürfnisse sie haben und wie sich die gesamte Situation weiterentwickelt“. Zunächst gehe es darum, dass die geflüchteten Menschen gut in Deutschland an- und unterkommen.
