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Bessere Chancen auf Ausbildungsplatz

2017 gab es mit über 20.000 zusätzlichen Ausbildungsstellen so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr.

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Bessere Chancen auf Ausbildungsplatz

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Bad Homburg (kjs/IW). Nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit gab es im vergangenen Ausbildungsjahr 565.300 Ausbildungsstellen. Das sind 20.400 mehr als im Vorjahr und so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Die Chancen für Bewerberinnen und Bewerber waren selten besser. Allerdings interessieren sich nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) immer weniger Schülerinnen und Schüler für eine Ausbildung.

Mehr freie Stellen

Für die vielen neuen Stellen sorgen vor allem Unternehmen, die dem Fachkräftemangel begegnen wollen. In Berufen mit starken Engpässen, in denen es also mehr freie Stellen als passend qualifizierte Arbeitslose gibt, haben sie seit 2011 für rund 13 Prozent mehr Ausbildungsstellen gesorgt.

In Berufen ohne solche Engpässe gab es dagegen einen Rückgang um neun Prozent. Weil aber die Zahl der Interessenten im vergangenen Ausbildungsjahr leicht auf 535.600 zurückgegangen ist, gab es unter dem Strich mehr neue Ausbildungsstellen als Bewerber. Das ist gut für die Jugendlichen, denn rein rechnerisch waren ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz damit so gut wie seit 1994 nicht mehr: Auf 100 Stellen kamen 98 Bewerber.

Weniger Schulabgänger

Doch noch immer gehen viele Interessenten und Unternehmen leer aus. Neben regionalen und berufsfachlichen Gründen spielt vor allem die Entwicklung der Schulabgängerzahlen eine Rolle. Nicht nur dass es 13 Prozent weniger Schulabsolventen zwischen 2000 und 2017 gab, auch die Qualifikation hat sich stark verändert.

So ist die Zahl derjenigen mit (Fach-)Hochschulreife um 20 Prozent gestiegen, die der Realschulabsolventen aber um sechs Prozent gesunken. Und bei den Hauptschulabsolventen – traditionell eine Hauptzielgruppe für die duale Ausbildung – beträgt das Minus seit 2000 sogar 44 Prozent.

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Selten waren die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und eine spätere Übernahme größer. 80 Prozent aller Ausbildungsabsolventen gelingt nach ihrem Abschluss ein nahtloser Übergang in den Arbeitsmarkt.

Laut einer IW-Studie fühlen sich 58 Prozent der Abiturienten gut über ein Studium informiert. Über die Ausbildung sagen das allerdings nur 39 Prozent.


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