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Bewerbung 50+: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Mit über 50 noch den Job wechseln? Viele trauen sich nicht, diesen Schritt zu gehen. Oft, weil sie sich von Anfang an schlechte Chancen ausrechnen. Nur ein Denkfehler, den Sie direkt ablegen sollten.

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Blaue Bewerbungsmappe mit Stift. Bild: IMAGO / Panthermedia / nordheide foto

© Nicht definiert

Hamburg/München (dpa/tmn). Auch wer über 50 ist, muss vor einem Jobwechsel nicht zurückschrecken. Das Alter sei nicht automatisch ein Nachteil, schreibt Bastian Hughes, Karrierecoach und Podcaster („Berufsoptimierer“) in einem Beitrag auf Xing. Gewisse Fehler sollten Bewerberinnen und Bewerber über 50 aber vermeiden, wenn sie Personalverantwortliche nicht verprellen wollen. 

1. Lebenslauf überfrachten

Wer seit 30 Jahren im Berufsleben ist, hat mitunter bereits viele Stationen hinter sich. Falsch ist aber, wenn Bewerberinnen und Bewerber über 50 denken, sie müssten die gesamte Bandbreite ihrer Erfahrungen im Lebenslauf darstellen und könnten damit punkten. Personalverantwortliche wollen Hughes zufolge möglichst schnell erkennen, wie die berufliche Erfahrung zur ausgeschriebenen Stelle passt.

Er rät, sich im Lebenslauf auf die letzten zehn Jahre der Karriere zu konzentrieren. Dabei sollte man Erfolge herausstellen, die für die Position von Interesse relevant sind.

Gleiches gilt übrigens für Weiterbildungen. Auch die sollten Bewerberinnen und Bewerber nicht alle auflisten, nur um zu zeigen, dass sie sich weiterentwickelt haben. Der Karrierecoach empfiehlt, sich hier ebenfalls auf die Skills zu fokussieren, die genau zur Stelle passen.

2. Sich auf vergangene Erfolge fokussieren

„Das hab ich ja schon vor 15 Jahren gemacht“: Wer zu sehr an vergangenen Erfolgen hängt – und die im Vorstellungsgespräch betont -, tut sich am Ende keinen Gefallen. Wie Bastian Hughes erklärt, fehle auch hier häufig der Bezug zur ausgeschriebenen Stelle. Besser ist es demnach, eigene Erfahrungen auf aktuelle Anforderungen bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber zu übertragen.

Hughes schlägt etwa folgende Erklärung vor: „Dieses Projekt erinnert mich an ein ähnliches, das ich geleitet habe. Damals habe ich gelernt, wie wichtig XY ist, und ich könnte mir vorstellen, dass dieser Ansatz auch bei Ihnen sinnvoll wäre.“

3. Überheblich wirken

Hatten Bewerberinnen und Bewerber bereits Top-Positionen und sind in ihrem Gebiet sehr erfahren, müssen sie aufpassen, dass sie im Vorstellungsgespräch nicht überheblich wirken. 

Selbst wenn die Gesprächspartnerin womöglich deutlich jünger ist oder in den eigenen Augen kaum Erfahrung hat: Im Vorstellungsgespräch sollte man sich immer um einen Austausch auf Augenhöhe bemühen. Hughes rät, Selbstsicherheit zu zeigen und gleichzeitig respektvoll zu bleiben.


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