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Digitale Weihnachtsfeier mit Oma und Opa

Alte Menschen sollten Weihnachten nicht ohne Familie feiern. Wir haben einfach umzusetzende Tipps für ein virtuelles Beisammensein.

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Seniorenpaar sitzt zusammen auf dem Sofa und schaut in ein Notebook. Bild: IMAGO / Westend61

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Bonn (dpa/tmn). Opa an Heiligabend aus dem Pflegeheim nach Hause holen oder die alleinstehende Oma am anderen Ende von Deutschland mit der Familie besuchen: In diesem Jahr hat Corona viele solcher Pläne durchkreuzt. Auch wenn ein virtuelles Beisammensein keinen echten Kontakt ersetzt, macht die Technik vieles möglich. Nicola Röhricht, Referentin für Digitalisierung und Bildung bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), rät zu niedrigschwelligen Angeboten.

„Hat man als digitaler Beginner keine helfende Hand neben sich, ist es schwer, die Geräte zu bedienen und den Kontakt zufriedenstellend zu führen“, sagt sie. Ihre Erfahrung ist, dass diejenigen, die ein Smartphone haben, mit der Video-Telefonie per WhatsApp am besten klarkommen. „Man kann sogar mit mehreren telefonieren und einander sehen. Kinder und Enkel können hier recht einfach den Kontakt mit den Älteren herstellen.“

Röhricht weiß allerdings auch: In rund zwei Dritteln der Pflegeeinrichtungen gibt es kein WLAN. Wer seinen älteren Angehörigen also ein Smartphone schenkt, sollte immer auch an mobiles Datenvolumen denken. Ein weiterer Weg, sich unkompliziert digital zu verbinden, ist laut Röhricht das Angebot der Firma Nepos. „Wenn man auf deren Seite ist, kann man einen Videocall starten und muss sich nirgendwo anmelden.“

Geduld und Gelassenheit sind wichtig

Auch Anbieter wie Zoom, Jitsi oder Skype machen Videotreffen möglich. Zoom hat das 40-Minuten-Limit über die Feiertage aufgehoben. Die Installation oder das Einwählen bei solchen Diensten kann sehr alte Menschen allerdings schnell überfordern. Die Referentin empfiehlt, Treffen dann zu organisieren, wenn gerade jemand zu Besuch ist, der helfen kann.

Steht die Videoschalte, sind ein paar Regeln sinnvoll. „Auch wenn mehrere verbunden sind, kann immer nur einer sprechen“, sagt Nicola Röhricht. „Man sollte darauf achten, dass jeder zu Wort kommt. Schön ist auch, wenn am Anfang alle erstmal Hallo sagen und sich am Ende verabschieden.“ Die Angehörigen sollten versuchen, Ruhe in das Gespräch zu bringen. „Für die Älteren ist es aufregend, da sollte man Geduld mitbringen.“

Verbinden kann auch, sich als Familie an verschiedenen Orten denselben Weihnachtsgottesdienst online oder im Fernsehen anzuschauen, schlägt die Referentin vor. Generell ist wichtig, alles möglichst entspannt anzugehen und nicht frustriert zu sein, wenn es mit der Technik nicht klappt. Möglich ist immer noch das klassische Telefonat. „Auch das geht mit mehreren“, sagt Röhricht. „Das Telefon ist immer noch besser, als überhaupt nicht in Kontakt zu sein.“

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