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Frauen: Einkommensnachteil nimmt kaum ab

Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern lag 2019 erstmals unter 20 Prozent. 71 Prozent des Gender Pay Gap sind strukturbedingt.

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Junge Frau sitzt mit zwei Männern am Konferenztisch und schaut einen Kollegen verärgert an, der sie angrinst.

© Nicht definiert

Wiesbaden (dpa). Frauen haben in Deutschland auch im vergangenen Jahr durchschnittlich deutlich weniger verdient als die Männer. Die Einkommenslücke, der so genannte Gender Pay Gap, sank im Vergleich zu 2018 um einen Punkt auf 19 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete.

Strukturelle Gründe spielen große Rolle

In der Lücke sind auch strukturelle Nachteile enthalten, unter anderem weil Frauen im Schnitt häufiger Teilzeit arbeiten und von vornherein schlechter bezahlte Berufe ergreifen. Doch selbst bei gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Qualifikation verdienen Frauen noch 6 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Hier liegen allerdings nur Werte für das Jahr 2018 vor.

In Deutschland sind die Gehaltsunterschiede höher als im Durchschnitt der EU-Staaten, der für das Jahr 2018 rund 15 Prozent betrug. Lediglich in Estland gab es einen noch größeren geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschied.


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