Berlin (dpa). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dringt darauf, Minijobs künftig sozial abzusichern. Die künftige Bundesregierung müsse eine entsprechende Reform der geringfügigen Beschäftigung vorantreiben, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). „Jede neue Bundesregierung steht in der Verantwortung, Minijobs endlich in Beschäftigung mit sozialer Absicherung umzuwandeln. Das sei eine der wichtigsten Lehren aus der Corona-Pandemie, in der Tausende ihren Minijob verloren haben und ohne Anspruch auf Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld in schlimme Not" geraten seien.
Zugleich kritisierte die Gewerkschafterin Pläne der Union, die Verdienstgrenze bei geringfügiger Beschäftigung von derzeit 450 auf 550 Euro anzuheben. Dies sei „fahrlässig und unsozial und würde einen krassen Fehlanreiz für noch mehr Minijobs schaffen". Minijobs seien „eine echte Falle". Nach jahrelanger Arbeit ohne soziale Absicherung seien Armutsrenten im Alter eine direkte Folge.