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Kinder-Sofortzuschlag soll nach Alter gestaffelt werden

Kampf gegen Kinderarmut: Einkommensschwache Familien sollen einen monatlichen Kinder-Sofortzuschlag bekommen.

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Mutter und Kind spielen auf dem Boden mit Bauklötzen. Bild: IMAGO / YAY Images / alenkasm

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Berlin (dpa). Der von den Ampel-Parteien geplante Sofortzuschlag für Kinder in ärmeren Familien soll nach Darstellung der designierten Familienministerin Anne Spiegel nach Alter gestaffelt werden. Das sagte die Grünen-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstag). „Die genaue Höhe werden wir noch festlegen“, erläuterte Spiegel. Auf die Frage, ob der Zuschlag 10 bis 25 Euro pro Kind und Monat betragen solle, antwortete sie: „In diese Richtung geht es.“ Nach ihren Angaben würden 2,7 Millionen Kinder in Deutschland davon profitieren.

Den Sofortzuschlag haben SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Er soll Empfängern von Hartz 4, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag zugutekommen, bis die geplante Koalition ihr umfassenderes Projekt einer Kindergrundsicherung umsetzt. Diese soll bisherige finanzielle Unterstützungsleistungen wie das Kindergeld und Leistungen für Kinder in Hartz-IV-Haushalten bündeln. Geplant ist ein Garantiebetrag, der für alle Kinder und Jugendlichen fließt, und ein Zusatzbetrag, der vom Elterneinkommen abhängt.

Bürokratieabbau im Kampf gegen Kinderarmut

„Das ist ein kompletter Paradigmenwechsel, der längst überfällig ist“, sagte Spiegel dem RND. „Momentan gibt es um die 180 Kinder- und Familienleistungen, keiner blickt da mehr durch. Wir wollen nicht, dass Familien weiter von Pontius zu Pilatus laufen müssen, um Unterstützung bekommen zu können. Künftig gibt es unbürokratische schnelle Unterstützung sofort mit der Geburt des Kindes.“ Das sei auch „eine Kampfansage an Kinderarmut in Deutschland“.


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