Ihre-Vorsorge Logo

Neue Gesetze und Änderungen zum September

Mit dem Monatswechsel treten Verbesserungen für einige Asylbewerber in Kraft. Mehr Geld für Ärzte soll zusätzliche Termine für Patienten bringen.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Bundeskanzleramt in Berlin. Bild: IMAGO / Panthermedia

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Im August wurde das deutsche Ausländerrecht verschärft. Mehrere Gesetze traten im Laufe des Monats in Kraft, die etwa die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern erleichtern oder den Entzug der Staatsbürgerschaft von IS-Kämpfern ermöglichen. Zum 1. September treten nun finanzielle Verbesserungen für einige Asylbewerber in Kraft. Zusätzliches Geld gibt es zudem für Ärzte, die Patienten rasch mit Terminen versorgen. Die Änderungen im Überblick:

Asyl

Weil die Lebenshaltungskosten gestiegen sind, werden erstmals seit drei Jahren die finanziellen Leistungen für Asylbewerber angehoben – allerdings nicht für alle. Alleinstehende Erwachsene etwa erhalten statt 135 Euro künftig 150 Euro im Monat. Flüchtlinge in Sammelunterkünften werden nun jedoch so behandelt, als lebten sie in einer Partnerschaft. Für sie gilt damit ein niedrigerer Regelsatz.

Bei Asylbewerbern, die eine Wohnung gefunden haben und sich selbst versorgen müssen, sinken sogar die Zuschüsse für Nahrung und Kleidung, was in der Summe zu Einbußen führt. Auf diesem Weg sollen die Gesamtkosten für die Steuerzahler unverändert bleiben.

Gesundheit I

Um Kassenpatienten schneller zu einem Arzttermin zu verhelfen, gibt es neue finanzielle Anreize für Mediziner. So bekommt ein Hausarzt 10 Euro extra, wenn er bei der Überweisung gleich dafür sorgt, dass man einen dringenden Termin beim Facharzt bekommt. Bestimmte Fachärzte – wie Augenärzte, Frauenärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte – werden dazu verpflichtet, pro Woche mindestens fünf Stunden als offene Sprechstunde ohne feste Termine anzubieten. Sie erhalten dafür ebenfalls eine spezielle Vergütung.

Gesundheit II

Die medikamentöse Prophylaxe gegen den Aidserreger HIV wird künftig von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die neue, vorbeugende Arzneimittel-Therapie kann nach Angaben der DAK-Gesundheit eine HIV-Infektion mit 96-prozentiger Sicherheit verhindern. Experten hoffen darauf, dass „PrEP“ (Prä-Expositions-Prophylaxe) die Zahl der Neuansteckungen deutlich senkt. Allein im vergangenen Jahr haben sich in Deutschland etwa 2.900 Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

Sicherheit

Wer Schusswaffen in einen anderen EU-Staat transportieren möchte, benötigt dafür eine Genehmigung. Die EU-Verordnung, die Anfang September in Kraft tritt, erfordert in solchen Fällen jedoch einen stärkeren Datenaustausch zwischen den Mitgliedsländern. Bisher musste etwa die Bundesrepublik nur die Genehmigung weitergeben, mit der sie den Transport einer Waffe von Deutschland in ein anderes Land erlaubt. Künftig muss sie zusätzlich die Genehmigung zur Einfuhr einer Waffe nach Deutschland mit den anderen Staaten austauschen. Dadurch soll die Fälschung solcher Dokumente erschwert werden.

Weitere Informationen

www.bundesregierung.de
Übersicht aus dem Bundespresseamt

www.bundesgesundheitsministerium.de
Alle Regelungen aus dem Terminservice-Gesetz

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Der Arbeitgeber stellt als Firmenwagen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug zur Verfügung. Aber wie können sich Arbeitnehmer die Ausgaben erstatten lassen, wenn sie auf eigene Kosten laden?

Time
5 Minuten

Workation klingt verlockend, bringt aber viele rechtliche und organisatorische Hürden mit sich. Was Beschäftigte vor und beim mobilen Arbeiten im EU-Ausland beachten müssen.

Time
3 Minuten

Bei Sozialbetrug geht es um kriminelle Machenschaften und viel Geld. Die Bundesregierung hat einen verstärkten Kampf dagegen bereits angekündigt. Nun sollen Taten folgen.

Time
2 Minuten

Die Beschäftigten in Deutschland müssen mehr arbeiten: So heißt es oft. Viele sind dazu bereit – und tun es bereits, ergab eine Umfrage.

Time
2 Minuten

Ältere sollen weniger lang Arbeitslosengeld beziehen dürfen - das fordern Wirtschaftsverbände und bestimmte Parteien. Doch Forscher fanden heraus - das Finanzproblem würde damit nicht verschwinden.

Time
3 Minuten

Arbeitgeber müssen den Mutterschutz schwangerer Mitarbeiterinnen sicherstellen. Doch was heißt das in der Praxis – und wann ist ein Beschäftigungsverbot sinnvoll?

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026