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Neun von zehn Haushalten melden Haushaltshilfe nicht an

Studie: Besonders in Haushalten mit pflegebedürftigen Menschen sind Haushaltshilfen beschäftigt. In den meisten Fällen allerdings illegal.

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Alte Frau im Rollstuhl mit Decke auf den Knien draußen mit einer weiblichen Pflegeperson.

© Nicht definiert

Köln (dpa). In neun von zehn Haushalten in Deutschland werden Haushaltshilfen einer Studie zufolge schwarz beschäftigt. Dies betrifft rund 3,6 Millionen Haushalte, schreibt das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in einer Kurzstudie, über die auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Insgesamt kommen Hilfen in etwa jedem zehnten Haushalt zum Einsatz – besonders oft, wenn eine pflegebedürftige Person vorsorgt werden muss.

Gewaltige Lücke zwischen angemeldeten und illegalen Beschäftigungsverhältnissen

Den Unterschied zwischen regulär angemeldeten und illegalen Beschäftigungsverhältnissen im Haushalt hat das IW aus offiziellen Angaben und Umfrage-Ergebnissen errechnet. Demnach sind schätzungsweise 70.000 Menschen sozialversicherungspflichtig oder selbstständig in Haushalten tätig, hinzu kommen rund 330.000 angemeldete Minijobs. Im Vergleich mit Befragungen bleibt so eine gewaltige Lücke, die sich nur mit schwarz arbeitenden Haushaltshilfen erklären lässt.

Von den angemeldeten Minijobbern in Privathaushalten sind 90 Prozent weiblich und fast zwei Drittel von ihnen nach Angaben der Minijobzentrale älter als 50 Jahre.

Neues Gutschein-Modell soll angemeldete Beschäftigung fördern

Die Autoren der Studie unterstützen ein von der neuen Bundesregierung geplantes Gutschein-Modell, damit bessere legale Beschäftigungsmöglichkeiten für Haushaltshilfen entstehen. Nach den Vorstellungen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sollen zunächst Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Haushalte mit Pflegebedürftigen einen jährlichen Zuschuss von bis zu 2000 Euro erhalten, damit sie sich legale Hilfe leisten können.

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