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Pflegedienste hinken beim Hitzeschutz oft hinterher

Wer pflegebedürftig ist, braucht besonders viel Hilfe beim Schutz vor sommerlicher Hitze. Nicht alle Pflegedienste sind ausreichend darauf eingestellt.

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Seniorin sitzt vor ihrem Haus in der Sonne. Bild: IMAGO / Westend61 / Mareen Fischinger

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Berlin (dpa). Trotz zunehmender Hitzetage im Sommer betreiben viele Pflegedienste laut einer Umfrage keinen umfangreichen Hitzeschutz für die Pflegebedürftigen. So haben 55 Prozent der Pflegedienste nach einer neuen Umfrage noch keine Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter zum Thema Hitzeschutzmaßnahmen geschult, wie die Erhebung der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 28 Prozent geben an, bei ihnen würde nicht geprüft, ob Klientinnen und Klienten zu einer Risikogruppe für hitzebedingte Gesundheitsprobleme gehören. Über 90 Prozent der Einrichtungen haben laut den Studienteilnehmern aber schon verschiedene Vorkehrungen getroffen. 

“Gerade bei älteren pflegebedürftigen Menschen besteht das Risiko für gravierende hitzebedingte Gesundheitsprobleme – vor allem, wenn die nötige Unterstützung für Hitzeschutz, Abkühlung und Flüssigkeitsaufnahme fehlt”, mahnt die Stiftung. Deren Chef Ralf Suhr fordert ein verstärktes Augenmerk auf die häusliche Pflege. “Denn etwa vier von fünf pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause von Angehörigen und ambulanten Pflegediensten versorgt. Leider gibt es dafür beim Thema Hitzeschutz noch zu wenig öffentliche Wahrnehmung.”

Der Umfrage zufolge leidet auch das Personal unter hitzebedingten Belastungen - etwa an körperlicher und geistiger Erschöpfung. Suhr sprach sich auch für Verschattungsmöglichkeiten von Wohnungen aus, für schattige Vorplätze und beschattete Sitzgelegenheiten im Umfeld der Seniorinnen und Senioren.


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