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Rund 3,8 Millionen Bundesbürger leben offline

Unsere Welt wird immer digitaler, aber etwa sechs Prozent der Bundesbürger zwischen 16 und 74 Jahren waren noch nie im Internet.

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Wiesbaden (dpa). Für die meisten Menschen ist das Smartphone unverzichtbarer Bestandteil ihres Alltags - doch rund sechs Prozent der Bundesbürger zwischen 16 und 74 Jahren haben nach Angaben des Statistischen Bundesamts noch nie das Internet genutzt. Dies entspreche rund 3,8 Millionen Menschen in Deutschland, teilte die Behörde am Dienstag in Wiesbaden mit. Die Zahlen stammen aus dem vergangenen Jahr.

Offliner meist über 65 Jahre alt

Je älter die Menschen, desto höher wird der Anteil der Offliner: Mit rund 21 Prozent am größten sei er bei den 65- bis 74-Jährigen, erklärte das Bundesamt. Bei den 55- bis 64-Jährigen beträgt der Anteil acht Prozent, unter 55 Jahren noch höchstens drei Prozent.

Alltag wird umständlicher

Das Leben der Offliner sei in der Corona-Pandemie noch umständlicher geworden, erklärte das Bundesamt und verwies auf den digitalen Impfnachweis und die vielerorts zwischenzeitlich nötigen Online-Terminbuchungen. Vergleiche zu den Vorjahren seien wegen methodischer Änderungen nur sehr eingeschränkt möglich.

Offliner im EU-Vergleich

In der Europäischen Union (EU) betrug der Durchschnitt bei den Offlinern vergangenes Jahr acht Prozent. Innerhalb der EU gebe es aber große Unterschiede, erklärte das Bundesamt unter Verweis auf die Statistikbehörde Eurostat. In Irland, den skandinavischen Staaten, den Niederlanden und Luxemburg lag der Anteil der 16- bis 74-Jährigen, die noch nie das Internet genutzt hatten, unter fünf Prozent. Die höchsten Anteile verzeichneten Griechenland mit 20 Prozent sowie Bulgarien mit 17 Prozent und Portugal mit 16 Prozent.

Weltweit habe nach Schätzungen der Internationalen Fernmeldeunion der Vereinten Nationen (ITU) 37 Prozent der Weltbevölkerung noch nie das Internet genutzt. Das entspreche rund 2,9 Milliarden Menschen weltweit.

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