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Sozialleistungen 2022 nur leicht gestiegen

Der Staat hat 2022 kaum mehr Geld für Sozialleistungen ausgegeben als zuvor. Bei einer Leistung gab es aber ein kräftiges Plus.

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Gefächerte Euro-Geldscheine und Münzen. Bild: IMAGO / Imagebroker / imago stock&people

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Wiesbaden (dpa). Der Anstieg der staatlichen Sozialleistungen ist im vergangenen Jahr geringer ausgefallen als im langjährigen Durchschnitt. Beispielsweise wurde deutlich weniger Arbeitslosengeld I gezahlt als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Die Summe schrumpfte dank der Erholung des Arbeitsmarkts um 14,8 Prozent oder 3,1 Milliarden Euro.

Insgesamt stiegen die sogenannten monetären Sozialleistungen den Angaben zufolge um 1,4 Prozent. Der langjährige, seit 1991 berechnete Durchschnitt liegt bei 3,1 Prozent. Angesichts einer Inflationsrate von 6,9 Prozent im vergangenen Jahr ergebe sich preisbereinigt damit sogar ein Rückgang dieser Leistungen, erklärte das Bundesamt.

Deutlich mehr Wohngeld

Mit monetären Sozialleistungen sichert der Staat soziale Risiken ab. Die gesamte Summe betrug vergangenes Jahr 619,3 Milliarden Euro. 2021 waren es 610,9 Milliarden Euro, wie das Bundesamt mitteilte.

Zu den Leistungen gehören unter anderem auch das Kindergeld (-5,1 Prozent im Jahresvergleich) sowie die Sozial- und Jugendhilfe (-0,8 Prozent). Öffentliche Pensionen und Geldleistungen der Deutschen Rentenversicherung stiegen 2022 dagegen um jeweils 4,4 Prozent und 3,9 Prozent an. Mit einem Plus von 28,3 Prozent legten die Ausgaben für Wohngeld besonders stark zu, was das Bundesamt auf die Heizkostenzuschüsse angesichts hoher Energiepreise zurückführt.

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