Ihre-Vorsorge Logo

Steigende Inflation: DIW-Präsident hält Lohnerhöhungen für „absolut notwendig“

Fratzscher warnt vor wachsender Arbeitslosigkeit und einer gefährlichen Spirale. „Populistische Maßnahmen“ seien aber der falsche Weg.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Prof. Marcel Fratzscher – Bild: DIW Berlin © B.Dietl

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält Lohnanpassungen als Ausgleich für die stark gestiegenen Preise für „absolut notwendig“. Das sei auch deshalb wichtig, „damit der Konsum weiterhin aufrechterhalten werden kann“, sagte Fratzscher am Dienstag im Deutschlandfunk. „Denn wenn das nicht passiert, dann werden die Unternehmen Schwierigkeiten bekommen, die Arbeitslosigkeit wird steigen, und dann kommen wir in eine Spirale aus immer schwächerem Wachstum und hoher Inflation“, führte der Ökonom aus.

Politik muss handeln

Die Politik müsse den Menschen angesichts der hohen Inflation gezielt helfen, zum Teil habe sie das auch schon gemacht, etwa mit der Energiepauschale von 300 Euro für jeden Beschäftigten. „Das ist schon mal ein guter Schritt“, sagte Fratzscher. Der falsche Weg seien jedoch „populistische Maßnahmen“ wie die Spritpreisbremse. Ein solcher Zuschuss zum Benzinkauf sei kontraproduktiv, „das reduziert nicht den Verbrauch von Energieträgern, sondern wirft letztlich einen großen Teil dieses Geldes den Mineralölkonzernen in den Rachen“.

Globalisierung klüger gestalten

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und dadurch gestörter Lieferketten sei ein Umdenken nötig. „Wir haben bisher eine Globalisierung, die völlig blind war, mit welchem Land man handelt, man hat nur auf Kosten, auf Effizienz geachtet.“ Nun müsse die Globalisierung klüger und widerstandsfähiger gestaltet werden. Es gelte, die Produktion international auf mehr Standorte zu verteilen und „vielleicht auch wieder mehr in Europa selbst“ zu produzieren, sagte der DIW-Präsident.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
1 Minuten

Trotz eines Rückgangs bei Insolvenzen im August steigt die Zahl betroffener Arbeitsplätze deutlich. Warum das IWH weiter mit mehr Pleiten rechnet.

Time
2 Minuten

Nach einer Kündigungsschutzklage unter Anrechnung von Resturlaub bleibt eine unwiderrufliche Freistellung unter Umständen wirksam – auch wenn das Arbeitsverhältnis weiterbesteht. Worauf es ankommt.

Time
4 Minuten

Rund 6.700 Schülerinnen und Schüler wurden im vergangenen Jahr auf Kompetenzen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet. Im internationalen Vergleich fällt der Negativtrend in Deutschland besonders stark aus.

Time
4 Minuten

Krieg, Klimawandel, Sorgen um den Job: Junge Erwachsene haben Zukunftsängste. Das ist ein Grund, weshalb die erhoffte Zahl an Kindern je Frau hierzulande auf rund 1,7 gefallen ist.

Time
1 Minuten

Jede neunte Erwerbsperson in Deutschland will mehr oder aber weniger arbeiten. Und eine Mehrheit derjenigen, die gern reduzieren möchten, würde dafür auch die entsprechenden Lohneinbußen in Kauf nehmen.

Time
1 Minuten

Die Zahl der Arbeitslosen ist zuletzt gestiegen. Zugleich fehlen in Deutschland vielerorts Fachkräfte. In drei Jahren dürften es einer Untersuchung zufolge noch weit mehr sein.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026