Ihre-Vorsorge Logo

Studie sagt großes Ungleichgewicht auf Arbeitsmarkt 2030 voraus

Besonders IT-Fachkräfte bleiben heiß begehrt. Dagegen sieht die Prognose für manche anderen Jobs düster aus.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Menschen arbeiten in einem Großraumbüro. Bild: IMAGO / Westend61

© Nicht definiert

München (dpa). Der deutsche Arbeitsmarkt wird in diesem Jahrzehnt nach einer neuen Studie immer mehr ins Ungleichgewicht geraten: Auf der einen Seite werden bis 2030 Millionen Arbeitskräfte in IT-Branche, Schulen und Gesundheitswesen fehlen. Gleichzeitig könnte ebenfalls eine Millionenzahl von Arbeitsplätzen in Industrie und Büros der zunehmenden Verbreitung von künstlicher Intelligenz (KI) und der Digitalisierung zum Opfer fallen, schreiben die Unternehmensberater der Boston Consulting Group (BCG) in ihrer Analyse.

Im Basisszenario werden demnach 2030 in Summe 1,4 Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen. Doch das ist nur der Saldo. Denn die Arbeitsmarktfachleute bei BCG gehen davon aus, dass sich der Bedarf in den Mangelberufen auf bis zu 3 Millionen fehlende Fachkräfte summieren könnte, während in Branchen mit abnehmendem Bedarf gleichzeitig 1,6 Millionen Vollzeitstellen überflüssig werden könnten. Das sind laut Studie vor allem repetitive Jobs, die auch Maschinen oder Computer erledigen können.

Fachkräftemangel in der IT – Überangebot in der Produktion

Die Branche mit der größten „Unterdeckung“ wird laut Studie die Informationstechnologie mit etwa 1,1 Millionen fehlenden Fachkräften sein. Aber auch Bildung und Gesundheitswesen werden demnach hart getroffen werden. Laut BCG könnten bis zu 260.000 Lehrerinnen und Lehrer fehlen, in den medizinischen Berufen 230.000 Fachkräfte, in der Pflege 150.000. Und ganz abgesehen davon könnten den Unternehmen nicht nur Computertechniker und Softwareingenieure ausgehen, sondern auch die Führungskräfte: Für Managementberufe erwartet BCG bis zu 632.000 fehlende Arbeitskräfte.

Eine „Überdeckung“ mit nicht mehr benötigten Arbeitsplätzen hingegen sagen die Unternehmensberater unter anderen für Produktionsberufe (540.000), Metall- und Kunststoffverarbeitung (142.000), aber auch bei Bürokräften (70.000) und Sachbearbeitern (65.000) voraus. „Die Herausforderung ist also, die 1,6 Millionen Arbeitnehmer zu adressieren, deren Jobs wegfallen könnten, und die Lücke von 3 Millionen Vollzeitstellen zu füllen“, schreiben die Studienautoren.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Der Geburtenrückgang macht sich an den Schulen früher bemerkbar als noch vor einem Jahr prognostiziert. Die Schülerzahl sinkt nach Daten der Bildungsministerien bereits ab 2029.

Time
3 Minuten

Lichtblick beim Wohnungsbau: Erneut wurden mehr Wohnungen in Deutschland bewilligt, seit Jahresanfang steht ein kräftiges Plus. Für Bauherren gibt es allerdings neue Hürden.

Time
2 Minuten

Ein Nebenjob hat in erster Linie meist nichts mit dem Arbeitgeber vom Hauptjob zu tun. Doch das heißt nicht, dass dieser gar kein Mitspracherecht hat.

Time
2 Minuten

Der Arbeitgeber stellt als Firmenwagen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug zur Verfügung. Aber wie können sich Arbeitnehmer die Ausgaben erstatten lassen, wenn sie auf eigene Kosten laden?

Time
5 Minuten

Workation klingt verlockend, bringt aber viele rechtliche und organisatorische Hürden mit sich. Was Beschäftigte vor und beim mobilen Arbeiten im EU-Ausland beachten müssen.

Time
3 Minuten

Bei Sozialbetrug geht es um kriminelle Machenschaften und viel Geld. Die Bundesregierung hat einen verstärkten Kampf dagegen bereits angekündigt. Nun sollen Taten folgen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026