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Tarifliche Ausbildungsvergütungen: Was Azubis im Schnitt verdienen

Im Schnitt bekamen Auszubildende 2022 erstmals mehr als 1000 Euro. Die Unterschiede zwischen den Berufen bleiben aber groß.

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Auszubildende in einer Werkstatt. Bild: IMAGO / Westend61

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Berlin (iv). Auszubildende in tarifgebundenen Betrieben erhielten 2022 im Durchschnitt über alle Ausbildungsjahre 1028 Euro brutto im Monat. Das sind 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr und erstmals mehr als 1000 Euro, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ermittelt hat. Aufgrund der hohen Inflation mussten die Auszubildenden dennoch Reallohnverluste hinnehmen.

Zimmerer-Beruf weiter an der Spitze

Je nach Ausbildungsberuf zeigen sich große Unterschiede. Am meisten verdienen Auszubildende im gesamtdeutschen Durchschnitt im Beruf Zimmerer/Zimmerin mit monatlich 1254 Euro. In vierzehn Berufen lagen die tariflichen Vergütungen im Durchschnitt über alle Ausbildungsjahre bei 1150 Euro oder mehr. Hier finden sich vor allem Berufe aus dem Baugewerbe wie Maurer/-in (1209 Euro) oder Rohrleitungsbauer/-in (1192 Euro), ferner kaufmännische Berufe wie Bankkaufmann/-frau (1201 Euro) oder Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen (1196 Euro).

Insgesamt erhielten etwa 60 Prozent der Auszubildenden, die in einem tarifgebundenen Betrieb lernten, 2022 eine Ausbildungsvergütung von mehr als 1000 Euro, etwas mehr als ein Fünftel sogar mehr als 1150 Euro.

Weniger als 800 Euro für Bäcker- und Friseur-Azubis

Bei rund 15 Prozent der Auszubildenden lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2022 unterhalb von 850 Euro. Die meisten dieser Berufe gehörten zum Handwerk, zum Beispiel Maler/-in und Lackierer/-in (848 Euro), Bäcker/-in (782 Euro), Schornsteinfeger/-in (723 Euro) oder Friseur/-in (657 Euro). Die insgesamt niedrigsten tariflichen Ausbildungsvergütungen gab es mit 652 Euro im Beruf Orthopädieschuhmacher/-in.

Seit 1976 wertet das BIBB die tariflichen Ausbildungsvergütungen jährlich zum Stichtag 1. Oktober aus. In die Berechnung der gesamtdeutschen Durchschnittswerte sowie der Durchschnittswerte für Ost- und Westdeutschland fließen dabei alle Ausbildungsberufe ein, für die Daten zu tariflichen Ausbildungsvergütungen vorliegen.

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