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„Umschüler“ des BFW Würzburg stellt Kunstwerke aus

Alexander Lehmann lässt sich nicht unterkriegen – trotz einer schweren Augenerkrankung startet er beruflich und als Hobbykünstler neu durch

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Alexander Lehmann, Schüler am BFW Würzburg. Im Hintergrund von ihm gemalte Bilder. – Bild: BFW Würzburg © Irene Girschner

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(jru) Heute eröffnet im Foyer des Berufsförderungswerkes (BFW) Würzburg eine besondere Ausstellung unter dem Titel „Vom Heuhaufen zum Lebensbaum“. Sie ist Alexander Lehmann gewidmet. Er ist Hobbykünstler und Schüler am BFW Würzburg. Von seiner Sehbehinderung lässt er sich keinen Strich durch sein Hobby machen und genau das würdigt die Ausstellung. Wie er zur Kunst gekommen ist, wie seine Kunstwerke – Öl auf Leinwand, Bleistifttechnik und Mischtechnik – entstehen und wie es ihm heute mit seiner Sehbehinderung geht, erzählt Lehmann persönlich in der Vernissage von 15 – 16 Uhr.

Alexander Lehmann sieht doppelt. Das ist Teil seiner Augenerkrankung. Zwar nur auf kurzen Distanzen, dennoch kann er seinem erlernten Beruf als diplomierter Kunsterzieher nicht mehr nachgehen. Eine Umschulung zum Kaufmann für Büromanagement am BfW Würzburg soll ihn nun zurück ins Arbeitsleben bringen. Die Kosten übernimmt die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern.

Lehmann hat gelernt mit seiner Krankheit umzugehen

Finanzielle Unabhängigkeit ist ihm wichtig. Sicherheit für seine Familie. Und er möchte trotz seiner Sehbehinderung Spaß am Job haben und sich selbst Verwirklichen. Bei der Umsetzung seiner Wünsche hilft ihm das Berufsförderungswerk: „Im BFW habe ich gelernt mit meiner Krankheit umzugehen“ erzählt er. Außerdem habe er sonst nicht die Möglichkeit gehabt, seine Kunst in einem eigenen Ausstellungsprojekt zu zeigen, welches er später als Bericht in seine Abschlussarbeit aufnehmen möchte.

„Die Umschulung hat einige Veränderungen in mein Leben gebracht, ich sehe sie als Chance für meine berufliche Zukunft. Wegen der Schule habe ich jetzt zwar weniger Zeit zum Malen, dafür sind neue Ideen und Themen für weitere Bilder und Skulpturen entstanden“, sagt Lehmann.

Seine Lebenseinstellung hat sich geändert

Er malt heute anders als früher – statt um Personenporträts kreisen seine Bilder jetzt eher um die Themen Natur, Mensch und Tiere. Er lässt sich insgesamt mehr Zeit für seine Werke und seine Lebenseinstellung hat sich ebenfalls verändert: „Es gibt Dinge, die man erst sehen kann, wenn man nicht mehr gut sieht. Ich sage immer: Die schlimmen Sachen sehe ich mit meiner Seheinschränkung nur halb so schlimm, und für die guten Sachen nehme ich mir die doppelte Zeit.“

In seiner Ausstellung „Vom Heuhaufen zum Lebensbaum“ stellt er nun einen Monat lang über 25 seiner Werke aus. Verantwortlich für den Titel sind zwei seiner Werke. Ein „Heuhaufen“, den er mit drei Jahren kritzelte, und sein großes Ölgemälde „Lebensbaum“, das er erst kürzlich fertigstellte. Alexander Lehmann hat es geschafft, trotz des schweren Schicksalsschlages das Beste aus seiner Situation zu machen. Sowohl beruflich als auch privat.

Vernissage und Ausstellung

Vernissage:

Mittwoch 12.09.2018
Von 15:00 bis ca. 16:00 Uhr
Im Foyer des BFW, Helen-Keller-Str. 5, 97209 Veitshöchheim
Anmeldung erforderlich

Ausstellung:

Vom 12.09.2018 bis zum 12.10.2018
Öffnungszeiten: Werktäglich von 09:30 bis 18:00 Uhr
Ort: Foyer des BFW, Helen-Keller-Str. 5, 97209 Veitshöchheim
Der Eintritt ist frei

Weitere Informationen:

www.bfw-wuerzburg.de

BFW Würzburg – Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte

www.deutsche-rentenversicherung.de

Informationen zur beruflichen Rehabilitation oder zur Berufsförderung

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