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VdK fordert höheres Pflegegeld

Der Sozialverband macht Druck für eine bessere finanzielle Absicherung pflegender Angehöriger – und droht mit dem Gang nach Karlsruhe.

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Seniorin und Frau im mittleren Alter sitzen an einem Tisch und prüfen zusammen Unterlagen.

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Düsseldorf (dpa/lnw). Der Sozialverband VdK macht Druck für eine rasche Erhöhung des Pflegegeldes durch die künftige neue Bundesregierung. Die Stärkung vor allem der häuslichen Pflege müsse gleich in den ersten zwei Jahren der neuen Legislaturperiode geregelt werden, sagte VdK-Vizepräsident Horst Vöge, am Donnerstag in Düsseldorf. „Uns fehlt einfach das höhere Pflegegeld.“ Die Erhöhung sei zwar zur letzten Pflegereform im Juni geplant gewesen, dann aber zugunsten von stationären Einrichtungen gestrichen worden. Es gehe um eine Summe von 1,8 Milliarden Euro.

Notfalls bis vors Bundesverfassungsgericht

Notfalls werde der VdK bis zum Bundesverfassungsgericht ziehen, um die Erhöhung des Pflegegeldes einzuklagen, sagte Vöge. Das Pflegegeld – beim höchsten Pflegegrad derzeit maximal 901 Euro im Monat – wird der pflegebedürftigen Person von der Pflegekasse überwiesen. In der Regel wird das Geld an die betreuenden Personen weitergegeben.

Auch bei der Rente müssten pflegende Angehörige besser abgesichert werden, sagte Vöge. Pflege dürfe nicht arm machen. In der zweiten Hälfte 2022 plant der VdK eine bundesweite Kampagne, um auf die Situation in der Pflege und auf Missstände aufmerksam zu machen.

Der VdK fordert auch eine Pflegezeit analog zur Elternzeit, also einen Rechtsanspruch auf eine teilweise oder vollständige Freistellung von der Arbeit. Wie beim Elterngeld sollten auch pflegende Angehörige in dieser Zeit einen Lohnersatz erhalten. Generell setzt sich der Sozialverband seit langem für eine steuerfinanzierte Pflegevollversicherung ein.


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