Ihre-Vorsorge Logo

Wohlfahrtsverband: Corona-Überbrückungsgeld für Risikogruppen

Der Sozialverband VdK fordert Lohnersatzleistungen für Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören und deshalb nicht arbeiten können.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Älterer Mann mit Vollbart und Brille sitzt an einem Schreibtisch und schreibt in ein Notizbuch.

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert in der Corona-Krise ein Überbrückungsgeld für Risikogruppen, um sie vor Verdienstausfall zu schützen. „Nach aktueller Rechtslage können Risikogruppen zwar der Beschäftigung fernbleiben, haben jedoch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung“, erklärte der Verband am Dienstag. Nachdem nun die ersten Corona-Maßnahmen gelockert würden, könnten gesundheitlich besonders gefährdete Beschäftigte unter Druck geraten, ihre Arbeit aus finanzieller Sorge wieder aufzunehmen.

Verdienstausfälle für Risikogruppen auffangen

Daher fordert der Verband ein Überbrückungsgeld, das sich an den Regelungen zum Kurzarbeitergeld orientieren soll. „So wie Eltern eine Entschädigung erhalten, wenn sie coronabedingt Verdienstausfälle haben, weil sie ihre Kinder betreuen müssen, braucht es auch eine finanzielle Absicherung für diejenigen, die zu einer Risikogruppe gehören und deshalb nicht zur Arbeit gehen können“, forderte der Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Werner Hesse.

VdK verlangt Lohnersatzleistung in Höhe von 80 Prozent

Der Sozialverband VdK sieht die Arbeitgeber in der Pflicht: „Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollte das Arbeiten im Homeoffice weiterhin ermöglicht werden“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Wenn das nicht gehe, brauche es eine bezahlte Freistellung von der Arbeit. „Die Möglichkeit der bezahlten Freistellung muss unabhängig davon geschaffen werden, ob der Beruf systemrelevant ist oder nicht“, sagte Bentele. Gefordert wird eine Lohnersatzleistung nach dem Infektionsschutzgesetz in Höhe von 80 Prozent.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Der Arbeitgeber stellt als Firmenwagen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug zur Verfügung. Aber wie können sich Arbeitnehmer die Ausgaben erstatten lassen, wenn sie auf eigene Kosten laden?

Time
5 Minuten

Workation klingt verlockend, bringt aber viele rechtliche und organisatorische Hürden mit sich. Was Beschäftigte vor und beim mobilen Arbeiten im EU-Ausland beachten müssen.

Time
3 Minuten

Bei Sozialbetrug geht es um kriminelle Machenschaften und viel Geld. Die Bundesregierung hat einen verstärkten Kampf dagegen bereits angekündigt. Nun sollen Taten folgen.

Time
2 Minuten

Die Beschäftigten in Deutschland müssen mehr arbeiten: So heißt es oft. Viele sind dazu bereit – und tun es bereits, ergab eine Umfrage.

Time
2 Minuten

Ältere sollen weniger lang Arbeitslosengeld beziehen dürfen - das fordern Wirtschaftsverbände und bestimmte Parteien. Doch Forscher fanden heraus - das Finanzproblem würde damit nicht verschwinden.

Time
3 Minuten

Arbeitgeber müssen den Mutterschutz schwangerer Mitarbeiterinnen sicherstellen. Doch was heißt das in der Praxis – und wann ist ein Beschäftigungsverbot sinnvoll?

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026