Die Inflationsrate errechnet sich aus dem Preisanstieg eines durch das Statistische Bundesamt definierten Produktwarenkorbs. Dieser Warenkorb enthält Produkte und Dienstleistungen, für die ein durchschnittlicher Endverbraucher in Deutschland im Jahresverlauf Geld ausgibt. Hierin enthalten sind unter anderem Ausgaben für Lebensmittel, Bekleidung, Miete, Strom, Telekommunikation, Freizeitausgaben und Rohstoffe (zum Beispiel Benzin, Heizöl) sowie staatliche Gebühren und Steuern.
Mit dem Begriff Inflation wird die Geldentwertung (Absinken des Geldwertes) bezeichnet, welche durch ein beständiges Ansteigen des Preisniveaus für Endprodukte (Konsumgüter, Investitionsgüter) gekennzeichnet ist. Der Verbraucherpreisindex bildet die Preisentwicklung für die privaten Verbrauchsausgaben ab und zeigt bei einer Steigerung des Indexes die aktuelle Höhe der Inflation an.
Die Inflationsrate betrug in Deutschland zwischen 1965 und 2005 durchschnittlich etwa 3,5 Prozent im Jahr. Nachdem die Inflationsrate einige Jahre deutlich niedriger lag (2016 bis 2019 zwischen 0,5 und 1,5 Prozent), stieg sie seit 2021 deutlich an. Als Gründe gelten die Corona-Pandemie sowie die durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verursachte Energiekrise. Die Inflationsrate stieg bis auf knapp 9 Prozent im Herbst und Winter 2022/23. Für 2025 rechnet das Statistische Bundesamt mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,2 Prozent.
Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.