Ihre-Vorsorge Logo

Sind Sie für ETF-Investments gemacht? So finden Sie's raus

Ihr Erspartes ist auf dem Papier plötzlich deutlich weniger wert: Könnten Sie diese Situation ertragen? Das sollten sich Anleger fragen, bevor sie an der Börse investieren. Und das ist nicht alles.

Artikel vorlesen

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlicht

Männliche Spielfiguren im Anzug stehen auf Börsenpapieren mit Aktienkurven und den Schildern Risiko und Chance.

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Wenn die Kurse nach oben gehen, macht der Blick ins eigene Depot Spaß. Fallen die Kurse, ist es mit dem Spaß schnell vorbei. Wer erstmals an der Börse investiert, sollte wissen, dass beide Situationen eintreten können – und sich fragen, ob man auch beides aushalten könnte.

Besonders beliebt in deutschen Depots sind ETFs (börsengehandelte Indexfonds), die den MSCI-World-Aktienindex nachbilden. Weil sie in rund 1.300 unterschiedliche Unternehmen aus 23 Industrieländern investieren, gelten diese ETFs als breit diversifiziert und darum als gut geeignet für Einsteiger. 

Trotzdem sind diese Wertpapiere, die über die vergangenen Jahrzehnte hinweggesehen im Schnitt etwa acht Prozent jährliche Rendite erwirtschaften konnten, nicht immun gegen Kriege und Krisen. In den vergangenen rund 50 Jahren hat auch der MSCI-World-Index große Abstürze erlebt. Von denen konnte er sich in den Folgejahren zwar immer wieder erholen, Anlegerinnen und Anleger brauchten deshalb aber einen langen Atem und durften im Ernstfall nicht auf das investierte Geld angewiesen sein. 

Das gilt auch heute: Denn würde man das Geld in so einer Situation benötigen, müsste man gegebenenfalls zu einem ungünstigen Zeitpunkt Anteile verlustreich verkaufen. Und das kann richtig wehtun: Beim MSCI World lagen die größten Kurseinbrüche in den vergangenen Jahrzehnten laut dem Ratgeberportal Finanztip zeitweise bei rund 50 Prozent.

Gedankenspiel kann sensibilisieren

Karin Baur von der Stiftung Warentest rät Einsteigerinnen und Einsteigern, sich ein solches Worst-Case-Szenario vor dem ersten Investment oder dem Einrichten eines ETF-Sparplans auszumalen – und zwar nicht in Prozenten, sondern in absoluten Zahlen: „Vielleicht habe ich im ersten Jahr 1.200 Euro eingezahlt, am Jahresende sind die Anteile aber nur noch 600 Euro wert.“ Interessierte sollten sich dann überlegen, was ein solcher Absturz mit ihnen anstellen würde, ob sie damit klarkämen.

Wer schon bei dem Gedankenspiel Nervenflattern bekommt, sollte sein Erspartes Baur zufolge besser nicht nur in Aktien-ETFs stecken, sondern zumindest auch einen Teil davon in sicherere Geldanlagen – wie Tagesgeld. Da könne das Geld nicht ins Minus rutschen, sagt Baur. Dafür schmälert die Sicherheit aber auch die Renditeaussichten.

Gleichzeitig empfiehlt Karin Baur Einsteigern auch, sich nicht von vorübergehenden Kurseinbrüchen irritieren zu lassen – sofern eine klare und ausgewogene Anlagestrategie vorliegt. 

Vor allem, wenn man gerade erst mit der Einrichtung des Sparplans begonnen hat, seien Kursrutsche völlig egal. „Im Gegenteil“, sagt Baur. „Es ist überhaupt nicht schlecht, wenn die Kurse runtergehen, weil man die Anteile dann günstiger einkauft.“ So bekommt man mehr Anteile zum selben Preis, was sich später bei steigenden Kursen bezahlt macht.


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Wer mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung fürs Alter vorsorgt, sollte den Rentenfaktor im Blick behalten. Dabei kann es um viel Geld gehen.

Time
2 Minuten

Nach einer Erhebung der Hamburg Direct Bank sparen über drei Viertel der befragten Eltern gezielt für ihre Kinder. Mehr als die Hälfte beginnt bereits in den ersten drei Lebensjahren.

Time
1 Minuten

Das neue Altersvorsorgedepot soll einfacher, transparenter und reditestärker sein als die bisherige Riester-Rente. Was also machen mit bestehenden Verträgen?

Time
2 Minuten

Junge Familien stehen finanziell oft vor Herausforderungen. Aber langfristig lässt sich auch mit kleinen Schritten Vermögen für den Ruhestand aufbauen.

Time
2 Minuten

Der Bundesrat fordert Anpassungen beim Gesetzentwurf zur Frühstartrente. Unter anderem sollen private Beiträge zu einem zweiten Vertrag nicht steuerlich begünstigt werden.

Time
2 Minuten

Der Staat stellt die Förderung der Altersvorsorge neu auf und lockt mit Zulagen für das neue Altersvorsorgedepot. Doch viele wissen noch gar nichts davon. Auch fehlende Erfahrung mit Wertpapieren bremst.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026