Coburg (ots). Viele der rund 15 Millionen Riester-Sparerinnen und -Sparer fragen sich, wie sie mit ihrem bestehenden Vertrag umgehen sollen – insbesondere mit Blick auf neue Angebote wie ein Altersvorsorgedepot. Die Experten der HUK-Coburg raten: Einen Riester-Vertrag sollte man nicht vorschnell kündigen. Denn dann kann man unter Umständen die staatlichen Zulagen und die steuerlichen Vorteile verlieren.
Eine Musterlösung für alle gibt es nicht
Vor einer Kündigung gelte es, verschiedene Alternativen zu prüfen. „Denn die richtige Lösung hängt immer von persönlichen Fakten ab – zum Beispiel vom Alter, dem Einkommen, der Familiensituation, dem Sicherheitsbedürfnis und bestehenden Vorsorgekonzepten", sagt der Riester-Experte Michael Pfeiffer von der HUK-COBURG. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen aktuell nicht übereilt handeln, können sich aber vorbereiten.
So könne sinnvoll sein, den bestehenden Riester-Vertrag unverändert weiterlaufen zu lassen, wenn die Konditionen stimmen und der Vertrag gut in das eigene Vorsorgekonzept passt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Vertrag beitragsfrei zu stellen, also die laufenden Einzahlungen zu stoppen und den Vertrag ruhen zu lassen. Neue Beiträge können dann zum Beispiel in ein Altersvorsorgedepot oder andere Formen der Altersvorsorge fließen. Außerdem kann geprüft werden, ob eine spätere Übertragung des vorhandenen Riester-Guthabens in ein neues System möglich und finanziell vorteilhaft ist.
Schritt für Schritt vorgehen
Viele neue Angebote befinden sich noch in der Vorbereitung und Details werden erst nach und nach konkretisiert. Produktmanager Pfeiffer empfiehlt deshalb, Schritt für Schritt vorzugehen und Entscheidungen nicht „aus dem Bauch heraus“ zu treffen. Wer sich rechtzeitig informiere, könne 2027 in Ruhe und auf Basis belastbarer Zahlen entscheiden - statt aus Unsicherheit heraus zu handeln.
- Fragen und Antworten zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge auf der Website des Bundesfinanzministeriums
- Verbraucherzentrale: Altersvorsorgedepot löst Riester ab
- Umfrage: Frühes Interesse am neuen Altersvorsorgedepot
