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Der Sparboom ist vorbei – die Inflation drückt

Lange häuften die Bundesbürger Geld auf Bankkonten. Doch damit scheint nun Schluss zu sein.

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Sparbuch mit Geldscheinen und Münzen. Bild: IMAGO / Rüdiger Wölk

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München (dpa). Die hohe Inflation frisst die hohen Zusatzersparnisse vieler Bundesbürger aus der Corona-Pandemie in Teilen wieder auf. Wie aus den Daten der Bundesbank und des Statistischen Bundesamts abzulesen, ist die Phase des außergewöhnlich starken Wachstums der Bankeinlagen beendet. Gleichzeitig sind im ersten Quartal die privaten Konsumausgaben in die Höhe geschossen. Das spiegelt zumindest in Teilen die höheren Lebenshaltungskosten wider.

„Derzeit fällt das Wachstum der Bank- beziehungsweise Spareinlagen regelrecht von der Klippe“, sagt Peter Barkow, Chef des auf die Finanzbranche spezialisierten Beratungsunternehmens Barkow Consulting.

Zuerst Konsumstau in der Pandemie, jetzt Inflation

Paradoxerweise bescherte die Corona-Pandemie trotz Wirtschaftskrise vielen Haushalten in Deutschland ein größeres Vermögen. Im ersten Coronajahr 2020 waren die privaten Sichteinlagen – das sind die Guthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Sparkonten ohne Laufzeit oder Kündigungsfrist – um 165 Milliarden Euro angeschwollen. Hauptursache war die Pandemie, denn Lockdowns und andere Corona-Beschränkungen bedeuteten Konsumstau mit fehlender Gelegenheit zum Geldausgeben. Im vergangenen Jahr vermehrte sich diese Summe noch einmal um 90 Milliarden auf einen Gesamtstand von 1,76 Billionen Euro Ende Dezember.

Doch seither hat sich quasi nichts mehr getan. Ende März war es eine halbe Milliarde weniger als zu Jahresbeginn. „Jetzt haben wir einerseits die Inflation, und andererseits vielleicht eine gewisse Normalisierung des Konsumverhaltens“, sagt Barkow.

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