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Deutsche Konjunktur auf Wachstumskurs

Trotz internationaler Handelskonflikte und der Brexit-Frage sind Ökonomen zuversichtlich, dass die deutsche Konjunktur vorerst wieder Tritt fasst.

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Steigende Stapel von Münzen mit roter Kurve, im Hintergrund Mann mit Ordner und Taschenrechner. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andriy Popov

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Wiesbaden (dpa). Der Bauboom und die Konsumfreude der Verbraucher haben die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung von Ökonomen zum Jahresbeginn wieder auf Wachstumskurs gebracht. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte seien weiter in Takt, sagte DIW-Konjunkturexperte Claus Michelsen der Deutschen Presse-Agentur. „Die Bauwirtschaft floriert, und der Konsum dürfte deutlich kräftiger gewesen sein als im Herbst des letzten Jahres.“

Auch Ifo-Experte Timo Wollmershäuser geht trotz internationaler Handelskonflikte von einer Erholung der exportorientierten deutschen Wirtschaft im ersten Quartal aus.

Steiegerung im Vergleich zum Vorquartal

Nach Einschätzung von Bank-Ökonomen ist Europas größte Volkswirtschaft in den ersten drei Monaten 2019 im Vergleich zum Vorquartal um etwa 0,3 Prozent gewachsen. Erste Daten zur Konjunkturentwicklung seit Jahresanfang gibt das Statistische Bundesamt an diesem Mittwoch (15. Mai) bekannt.

Niedrige Zinsen und Beschäftigungsaufbau tragen zum Wachstum bei

Zum Wachstum hätten auch niedrige Zinsen, starke Einkommenszuwächse und ein kräftiger Beschäftigungsaufbau beigetragen, argumentierte Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturforschung.

„Sorgen bereitet nach wie vor die deutsche Industriekonjunktur, der die Luft im letzten Jahr ausgegangen ist.“ Zu Beginn dieses Jahres scheine der Rückgang der deutschen Industrieproduktion vorerst gestoppt zu sein. Die Risiken für einen weiteren Rückschlag seien derzeit allerdings hoch. Internationale Handelskonflikte und die Brexit-Frage sind nach wie vor ungelöst.

Export hängt von Weltwirtschaftlage ab

Michelsen zufolge wird vieles davon abhängen, „ob die konjunkturstützenden Maßnahmen der chinesischen Regierung fruchten und die Nachfrage aus Fernost wieder anzieht“. Dann dürfte auch die Exportnachfrage wieder zulegen, sagte der Leiter Konjunkturpolitik des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Prognosen für Wirtschaftswachstum gesenkt

Im zweiten Halbjahr 2018 hatte die deutsche Wirtschaft einen Schwächeanfall erlitten. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um 0,2 Prozent zum Vorquartal geschrumpft war, stagnierte es zum Jahresende.

Die Bundesregierung und zahlreiche Ökonomen hatten zuletzt ihre Prognosen für das deutsche Wirtschaftswachstum gesenkt. Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent, statt wie bisher mit 1,0 Prozent.

Hauptgrund ist die Abkühlung der Weltwirtschaft, auch vor dem Hintergrund von Handelsstreitigkeiten. Dies belastet die exportstarke deutsche Wirtschaft.

Weitere Informationen

www.destatis.de
Statistisches Bundesamt zu Bruttoinlandsprodukt

www.destatis.de
Deutsches BIP preisbereinigt seit 2007

http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/facts/Survey-Results/Business-Climate.html
Ifo-Geschäftsklima

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