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Erfolgreich investieren: Sieben Tipps für die Geldanlage

Sich unabhängig beraten zu lassen und Angebote miteinander zu vergleichen: Das ist beim Geld anlegen das A und O. Worauf es dabei sonst noch ankommt.

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Frauenhand steckt eine 50-Cent-Münze in ein blaues Sparschwein.

© Nicht definiert

Köln/Düsseldorf (dpa/tmn). Trotz des steigenden Preisniveaus bleibt bei einigen Deutschen am Monatsende noch Geld übrig. Ein solcher Betrag lässt sich womöglich gut anlegen, um schrittweise für bestimmte Ziele zu sparen – sei es für Reisen, die eigene Altersvorsorge oder für den Aufbau von Vermögen. Sieben Tipps, was Sie beim Investieren beachten sollten.

1. Halten Sie immer einen Notgroschen zurück

Das Smartphone streikt, die Waschmaschine muss repariert werden und das Auto springt auch nicht mehr an. Solche unvorhersehbaren Dinge passieren schnell mal. Wappnen Sie sich für solche und andere Notfälle, indem Sie einen Notgroschen beiseitelegen. „Ideal sind hierfür drei bis vier Netto-Monatseinkommen“, sagt der Finanzexperte Uwe Zimmer aus Köln. Erst wer diesen Notgroschen zusammen hat, könne ans Geldanlegen denken.

2. Unbedingt raus aus dem Dispo

Überziehen Sie ihr Girokonto, nehmen Sie automatisch einen Dispositionskredit bei Ihrer Bank in Anspruch. Allerdings sind die Zinsen dafür meist vergleichsweise hoch. „Für alle, die regelmäßig ihr Konto überziehen, wird es richtig teuer“, sagt Zimmer.

Bevor Sie also Geld investieren, sollten Sie die eigenen Finanzen ordnen und das vorhandene Geld so aufteilen, dass ein Überziehen des Girokontos der Vergangenheit angehört. Zumindest vorübergehend einen Ratenkredit zu beanspruchen kann günstiger sein, als das Girokonto zu überziehen.

3. Lassen Sie sich unabhängig beraten

Lassen Sie sich von unabhängiger Seite beraten. Beraterinnen und Berater in Geldinstituten sowie andere Finanzvermittler bekommen für Finanzprodukte, die sie verkaufen, in aller Regel eine Provision.

Daher empfehlen sie oft Produkte bestimmter Gesellschaften – „oder Produkte, an denen sie das meiste Geld verdienen“, sagt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf.

Eine gute Anlaufstelle sind etwa unabhängige Honorar-Anlageberater. Ein Register mit solchen Beratern findet sich auf der Website der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Auch die Verbraucherzentralen bieten unabhängige Beratung in Finanzfragen.

4. Vergleichen Sie Angebote, seien Sie kritisch

Handeln Sie besonnen und vergleichen Sie in aller Ruhe mehrere Angebote miteinander, bevor Sie investieren. „Wichtig ist, sich die Zeit zu nehmen, alle Punkte in einem Angebot kritisch zu hinterfragen“, sagt Scherfling. Dabei sollten Sie auch die Kosten, die mit einer Geldanlage verbunden sind, im Blick haben. „Hohe Kosten schmälern die Rendite“, sagt der Verbraucherschützer.

Und: Lassen Sie sich nicht blenden. Nur weil der Kurs einer Aktie oder eines Investmentfonds in der Vergangenheit gestiegen ist, heißt das nicht, dass dieser positive Trend sich fortsetzt. „Das kann niemand seriös vorhersagen“, sagt Scherfling.

Ein weiterer Tipp von ihm: In ein Finanzprodukt sollten Sie nur investieren, wenn Sie es auch verstehen: „Verstehen heißt hier, es anderen erklären zu können und zu wissen, wie es laufen muss, damit das Produkt Gewinne erzielt.“

5. Streuen Sie Ihr Vermögen breit

„Setzen Sie beim Geldanlegen keinesfalls alles auf eine Karte“, sagt Finanzexperte Zimmer. Ideal sei hingegen, das Vermögen möglichst breit zu streuen – zum Beispiel mit einem Mix aus Eigenheim, Tagesgeld, Festgeld, Investmentfonds, Anleihen und als Beimischung etwa Edelmetalle.

Auch Verbraucherschützer Scherfling setzt auf eine breite Streuung des Vermögens. „Wie der Mix sich am besten zusammensetzt, hängt vom Einzelfall ab“, betont er. Lassen Sie sich beraten.

6. Investieren Sie regelmäßig und verlieren Sie auch in Krisenzeiten nicht die Nerven

Coronakrise, Lieferengpässe, Krieg in der Ukraine: Die Zeiten sind unruhig. Das macht sich auch an den Kapitalmärkten bemerkbar. Für Anlegerinnen und Anleger heißt es aber gerade jetzt: Weiter investieren, nicht die Nerven verlieren. Ein Auf und Ab an den Kapitalmärkten gibt es schließlich seit jeher. Die Geschichte zeigt: Auch starke Kursrutsche werden mit der Zeit wieder wettgemacht.

„Die Kursschwankungen sind aktuell mitunter enorm, man muss das aushalten können“, sagt Uwe Zimmer. Umso wichtiger sei es, in Produkte zu investieren, von denen man überzeugt ist. Befassen Sie sich regelmäßig mit Ihrer Anlagestrategie und lassen Sie sich in regelmäßigen Abständen beraten, wie Sie Ihr Investment gegebenenfalls umschichten können, rät Zimmer.

7. Investieren Sie in sich selbst

Die beste Investition? „In sich selbst investieren", sagt Zimmer. Das bedeutet: Keine Kosten für die berufliche Weiterbildung scheuen, Wissen und Fähigkeiten regelmäßig ausbauen. Denn gut ausgebildete Leute haben meist gut bezahlte Jobs und sind erst dann finanziell in der Lage, Geld anzulegen und fürs Alter vorzusorgen.

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