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Verbraucherzentralen warnen Bankkunden vor fragwürdigen Geldanlagen

Banken böten verstärkt vermeintliche Alternativen zu Tagesgeldkonten an. Doch diese seien für Kunden meist kein gutes Geschäft.

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Rentnerpaar schaut zusammen auf ein Notebook. Bild: IMAGO / Westend61 /  imago stock&people

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Düsseldorf/Hannover (dpa/tmn). Die Verbraucherzentralen warnen Bankkunden vor übereiligen Abschlüssen von Geldanlageprodukten. Private Rentenversicherungen oder Investmentfonds würden beworben, um sogenannte Negativzinsen auf Guthaben zu vermeiden, teilt etwa die Verbraucherzentrale Niedersachsen mit.

„Die Angebote lohnen sich meist nur für die Banken“, sagt Verbraucherschützer Philipp Rehberg. Für Abschlüsse gebe es hohe Provisionen. Zudem sind die Angebote laut Verbraucherzentrale oft nicht bedarfsgerecht, zu unflexibel und mit höheren Risiken verbunden als die bisher sicheren Einlagen. Das könne für Menschen, die auf flexible Verfügbarkeit angewiesen seien, zum Problem werden.

Ein bis zwei Monatsnettoeinkommen sollten auf dem Konto liegen

Zwar könne man sich die Vorschläge der Bank sicherlich anhören, teilt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mit. Vorschnell unterzeichnen sollte man aber besser nicht. Auch dann nicht, wenn das Finanzinstitut erklärt, das Angebot gelte nur für kurze Zeit. Besser sei es, das Angebot mit nach Hause zu nehmen, den Rat Dritter einzuholen und in Ruhe zu entscheiden. Grundlage für die Entscheidung sollten eigene Ziele, Anlagezeiträume und Risikopräferenzen sein, so die Verbraucherschützer.

Zum Sparen und Horten größerer Geldbeträge seien Girokonten der Verbraucherzentrale NRW zufolge aber tatsächlich nicht die richtige Wahl. Dort ist das Geld zwar jederzeit verfügbar, verliert wegen des nicht vorhandenen Zinses und der Inflation aber stetig an Wert. Ein bis zwei Monatsnettoeinkommen sollten im Idealfall höchstens verfügbar sein, um auch unvorhergesehene Rechnungen, zum Beispiel für Reparaturen, begleichen zu können.

Wer trotzdem auf die Flexibilität des Girokontos setzt und Verwahrentgelte vermeiden möchte, sollte einen Wechsel zu einer Bank mit höheren Freibeträgen prüfen. Alternativ kann das Guthaben auch auf Girokonten mehrerer Banken verteilt werden.

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