Berlin (dpa/tmn). Der Bedarf an Pflegeheimen nimmt zu. Bisher waren solche Projekte vor allem etwas für Großinvestoren. Doch seit einiger Zeit werden Pflegeheime wie gewöhnliche Wohnhäuser aufgeteilt und einzelne Wohnungen dann an Privatanleger verkauft, erklärt die Stiftung Warentest.
Ein gutes Geschäft?
Auf den ersten Blick wirkt das wie ein gutes Geschäft: Anbieter versprechen Anlegern eine perfekte Kombination aus Rendite und Sicherheit, erklären die Experten der Stiftung Warentest. Der Betreiber des Pflegeheims zahlt als Pächter Mieten und übernimmt alle Betriebskosten sowie einen Teil der Instandhaltung. Der Pachtvertrag läuft meist langfristig, nämlich mit einer Dauer von etwa 20 Jahren.
Hohe Instandhaltungs- und Modernisierungskosten
Was viele vergessen: Oft sind Instandhaltungskosten schlecht kalkuliert, warnt Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen auf. Das Problem: Zu niedrig angesetzte Instandhaltungsausgaben bergen die Gefahr, dass Eigentümerinnen und Eigentümer zu Nachzahlungen gezwungen sind.
Nicht zu vergessen: Pflegeimmobilien altern schnell, warnt die Stiftung Warentest. Denn die Anforderungen an Ausstattungen und Konzeption unterliegen gesetzlichen Vorgaben, die sich ändern können. Außerdem werden die Gemeinschaftsräume oft stark beansprucht, müssen unter Umständen also modernisiert werden.