Ihre-Vorsorge Logo

Grundsteuer: Alternative zu überlastetem Elster

Eigentümer müssen sich nicht unbedingt mit dem Elster-Portal quälen. Die Finanzverwaltung hat ein weiteres Internetportal eingerichtet.

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlicht

Paar im mittleren Alter im Wohnzimmer, Frau sitzt auf dem Sofa und zeigt auf ein Tablet, Mann steht dahinter und schaut darauf.

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Wegen der Grundsteuerreform müssen rund 36 Millionen Grundstücke deutschlandweit neu bewertet werden. In der Folge müssen seit Anfang Juli auch Millionen Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien ihre Grundsteuererklärung elektronisch abgeben.

Hierfür hat die Finanzverwaltung nun ein weiteres Internetportal eingerichtet, wie der Bund der Steuerzahler Deutschland informiert. Alternativ zur Steuerplattform „Elster“ steht seit Anfang Juli ein zusätzliches Portal für Privateigentümer bereit.

News und nützliche Tipps: kostenlos und werbefrei

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit dem kostenlosen und werbefreien Newsletter von ihre-vorsorge.de. Wir informieren Sie mit Tipps, Ratgebern und aktuellen Meldungen zu den Themen Rente, Finanzen/Altersvorsorge, Soziales und Gesundheit – auf Wunsch täglich oder wöchentlich.

Kein Elster-Zertifikat nötig

Auf der Seite Grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de können Privateigentümer in den elf Bundesländern, die derzeit am Bundesmodell teilnehmen, ihre Grundsteuererklärung abgeben. Die genaue Auflistung der Bundesländer findet sich auf der Startseite. Sind sich Eigentümer unsicher, ob sie das Portal nutzen können, können sie sich durch einen kurzen Fragebogen auf der Webseite klicken.

„Der Vorteil ist, dass hier kein Elster-Zertifikat für die Abgabe der Erklärung benötigt wird“, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Die Angaben können direkt auf der Homepage eingegeben werden.

Mail-Adresse, Steuer-ID und Freischaltcode

Dazu muss zunächst eine E-Mail-Adresse angegeben werden, zusätzlich werde nach der Steuer-ID gefragt. Diese findet jeder Eigentümer laut Karbe-Geßler zum Beispiel auf einem Schreiben vom Finanzamt. Für die endgültige Abgabe der Daten wird ein Freischaltcode benötigt. Diesen erhalten Eigentümer nach Eintragen der Steuer-ID vom Finanzamt an ihre jeweilige postalische Adresse.

Ist der Code da, werden Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen und unbebauten Grundstücken durch die einzelnen Pflichtangaben geleitet. Zudem werde auf entsprechende Portale der Bundesländer zur Ermittlung der Bodenrichtwerte verwiesen. Wer etwa eine Adresse in Brandenburg angibt, bekommt laut Bund der Steuerzahler direkt Angaben zu Bodenrichtwert und Größe der Fläche. Hilfetexte unterstützen zusätzlich bei der Eingabe.

Empfehlenswert ist laut Karbe-Geßler, wenn Eigentümer ihr Informationsschreiben vom Finanzamt, ihre Steuer-ID und gegebenenfalls ihre Grundbuchdaten vorliegen haben. Dann seien die Eingaben in wenigen Minuten erledigt.

Grundstückseigentümer haben bis Ende Oktober Zeit

Hintergrund: Grundstückseigentümer müssen seit 1. Juli 2022 ihre Grundsteuerwerte erklären. Bis Ende Oktober 2022 hat jeder Eigentümer Zeit. Auf Basis der Werte setzt die Finanzverwaltung den sogenannten Grundsteuerwert und Grundsteuermessbetrag fest.

Dieser bildet dann die Grundlage für die neue Grundsteuer ab 2025. „Die Kommunen setzen ab 2025 eine neue Grundsteuer basierend auf ihren Hebesätzen zum 1. Januar 2025 fest“, so Daniela Karbe-Geßler.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Eine bekannte Betrugsmasche ist wieder auf dem Vormarsch: Kriminelle versuchen, mit täuschend echt aussehenden Bankbriefen an persönliche Daten zu kommen.

Time
2 Minuten

Wärmepumpe statt Ölheizung, Elektroauto statt Verbrenner: Millionen Haushalte investieren bereits in die Energiewende. Doch in vielen Fällen scheitert es am Geld.

Time
2 Minuten

Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland erreicht einen Rekordwert. Was steckt hinter dem starken Anstieg im vergangenen Jahr?

Time
2 Minuten

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben nach Abzug der Teuerung im Schnitt mehr Geld in der Tasche. Das ist eine gute Nachricht für die Konjunktur. Doch die vielen Krisenjahre wirken nach.

Time
2 Minuten

Im vergangenen Jahr wurden laut „Bau-Monitor“ fast 85.000 Wohnungen weniger gebaut als 2023. Mit Folgen für die gesamte Wirtschaft.

Time
2 Minuten

Mehr Geld im Portemonnaie für Millionen Beschäftigte: Bisher sieht es danach aus, als würden die Tariflohnerhöhungen im laufenden Jahr die Inflation schlagen. Doch es gibt noch einige Fragezeichen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026