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Ifo: Wirtschaft im Osten verkraftet Corona besser

Ostdeutschland verzeichnet in der Corona-Krise weniger Umsatzeinbrüche und Kurzarbeit. Ein Effekt der eher regionalen Liefer- und Absatzmärkte.

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Handwerker renoviert eine Wohnung. Bild: IMAGO / YAY Images

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Dresden (dpa). Ostdeutsche Firmen kommen nach einer Erhebung des Ifo-Instituts bislang besser durch die Corona-Krise als Unternehmen in Westdeutschland. Wie die Wirtschaftsforscher mitteilten, verzeichnen 77 Prozent aller ostdeutschen Unternehmen Umsatzrückgänge. In Westdeutschland hingegen treffe dies auf 85 Prozent zu.

Regionale Absatzmärkte sind krisenfester

Eine Erklärung für die geringere Betroffenheit ostdeutscher Unternehmen sehe er darin, dass die ostdeutschen Unternehmen stärker auf die regionalen Liefer- und Absatzmärkte fokussiert seien und deswegen die Krise bislang besser abfedern könnten, sagte Joachim Ragnitz von der Niederlassung Dresden des Ifo-Instituts.

Weniger Kurzarbeit in Ostdeutschland

Eine Sonderauswertung der Ifo-Konjunkturumfragen zum Thema Corona im April 2020 erbrachte den Angaben zufolge, dass vor allem das verarbeitende Gewerbe und die Dienstleister von Umsatzeinbußen betroffen sind und im Handel sowie im Bau weniger Unternehmen Rückgänge zu verzeichnen haben.

Unterschiedlich fällt laut Ifo-Institut auch die Reaktion auf die Corona-Krise in den beiden Landesteilen aus. In Ostdeutschland würden 44 Prozent der befragten Unternehmen Kurzarbeit anzeigen, in Westdeutschland seien es 51 Prozent. Zudem haben in Ostdeutschland 65 Prozent der Unternehmen Überstunden verringert bzw. bestehende Zeitguthaben abgebaut, teilten die Wirtschaftsforscher mit. In Westdeutschland seien es 69 Prozent.


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