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Immobilien werden teurer: Preise und Mieten ziehen 2026 an

Häuser und Wohnungen in Deutschland haben sich 2025 deutlich verteuert – Besserung ist nicht in Sicht. Banken und Immobilienforscher rechnen mit steigenden Kosten für Käufer und Mieter.

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Modernes Mehrfamilienhaus in Ostfildern bei Stuttgart. Bild: IMAGO / Westend61

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Frankfurt/Main (dpa). Hohe Nachfrage, knappes Angebot: Wer in Deutschland eine Wohnung oder ein Haus kaufen will, findet kaum Schnäppchen – und Besserung ist nicht in Sicht. Im vergangenen Jahr haben sich Wohnimmobilien im Schnitt um 4,2 Prozent verteuert, wie neue Zahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) zeigen. Das ist doppelt so stark wie im Vorjahr. Wegen des andauernden Mangels bei Wohnraum dürften die Preise auch dieses Jahr steigen, sagte VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. 

„Eine der politischen Prioritäten im Jahr 2026 muss die Schaffung von Wohnraum zu bezahlbaren Preisen sein“, forderte er. Die Bundesregierung habe mit dem „Bau-Turbo“ einen zielführenden Impuls gesetzt. Helfen könnten aus seiner Sicht zudem staatliche Bürgschaften im Wohnungsneubau, um so zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Besonders stark fiel der Preisanstieg bei Mehrfamilienhäusern aus, die Ende 2025 rund 5,3 Prozent teurer waren als ein Jahr zuvor. Selbst genutztes Wohneigentum, zu dem Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen zählen, verteuerte sich um 3,0 Prozent, berichtet der Verband. Er vertritt die wichtigsten Immobilienfinanzierer hierzulande, darunter große Sparkassen, Landesbanken und Privatbanken wie Deutsche Bank und Commerzbank.

Metropolen besonders betroffen

Einmal mehr steigen die Immobilienpreise in den Metropolen besonders: In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart verteuerten sich Wohnimmobilien um 4,7 Prozent im Vergleich zu Ende 2024. In Stuttgart stiegen die Preise mit 2,2 Prozent am geringsten, in Frankfurt mit 5,7 Prozent am stärksten. Der VDP legt seit 2010 regelmäßig Immobilienzahlen vor. Sie beruhen auf echten Transaktionen von mehr als 700 Banken und gelten als belastbar.

Die Zahlen zeigen, dass die Krise am Immobilienmarkt vorbei ist. Wohnungen und Häuser hatten sich nach jahrelangem Boom verbilligt, 2023 gaben die Preise wegen gestiegener Zinsen deutlich nach. Zuletzt zeichnete sich aber ab, dass sich Käufer und Hausbauer an höhere Finanzierungskosten gewöhnt haben.

Institut sagt deutliche Mietanstiege voraus

Da der Wohnungsbau in Deutschland seit Jahren stockt, ist der Druck auch auf die Mieten groß: Ende des vierten Quartals lagen sie laut VDP im Bundesschnitt 3,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Das Beratungsinstitut Empirica rechnet mit einem weiteren Anstieg. Um die Kosten zu decken, müssten die Neubaumieten in westdeutschen Großstädten rund 20 Euro pro Quadratmeter betragen. Auch die Bestandsmieten, die im Bundesschnitt zulegt bei 10,60 Euro je Quadratmeter lagen, dürften 2026 anziehen, schätzt Empirica – um drei bis vier Prozent. 

„Angesichts von 20 Euro Neubaumieten werden die Angebotsmieten für Bestandswohnungen in westdeutschen Großstädten auf 15 bis 16 Euro pro Quadratmeter steigen, in mittleren Städten von 13 bis 14 Euro.“ Während diese Werte in den Metropolen bereits weitgehend erreicht seien, stünden in vielen Mittelstädten noch spürbare Erhöhungen bevor, sagte Empirica-Vorstand Harald Simons.

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