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Inflation überschreitet 4-Prozent-Marke

Eine Vier vor dem Komma gab es zuletzt vor 28 Jahren. Ursache sind vor allem gestiegene Energiepreise.

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Steigende Stapel von Münzen mit roter Kurve, im Hintergrund Mann mit Ordner und Taschenrechner. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andriy Popov

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Wiesbaden (dpa). Erstmals seit knapp 28 Jahren hat die Jahresteuerungsrate im September die Vier-Prozent-Marke. überschritten. Die Verbraucherpreise kletterten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Eine Vier vor dem Komma wurde zuletzt im Dezember 1993 mit 4,3 Prozent ermittelt. Gegenüber dem August blieben die Verbraucherpreise im September unverändert.

Vor allem für Energie mussten Verbraucher im September deutlich tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor (plus 14,3 Prozent). Heizöl verteuerte sich innerhalb eines Jahres um 76,5 Prozent. Sprit kostete 28,4 Prozent mehr. Auch die Preise für Erdgas (plus 5,7 Prozent) und Strom (plus 2,0 Prozent) zogen an. Die Teuerung wird seit geraumer Zeit von gestiegenen Energiepreisen angeheizt. Die weltweite Nachfrage ist angesichts der Konjunkturerholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise groß.

Experten erwarten Normalisierung der Inflationsrate bis Mitte 2022

Wesentlich für den Anstieg der Energiepreise „waren Basiseffekte, da wir die aktuellen Preise mit den sehr niedrigen Preisen des Vorjahres vergleichen. Auch die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe wirkt insbesondere erhöhend auf die Teuerungsrate der Energieprodukte“, erläuterten die Statistiker. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im September ebenfalls überdurchschnittlich um 4,9 Prozent.

Viele Ökonomen werten den Anstieg der Teuerung vorerst als vorübergehendes Phänomen, das noch einige Monate anhalten dürfte. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds dürfte die Inflation bis Mitte 2022 für den Großteil der Welt wahrscheinlich auf den Wert von vor der Pandemie fallen.


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