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Institute erwarten für 2024 ein Wachstum im Null-Bereich

Das bei der Bundesagentur für Arbeit angesiedelte Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie gehen von leichtem Minus oder kleinem Plus aus.

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Rote Verlaufskurve von Aktienkursen mit Zahlen, Strommasten und Industriesymbolen im Hintergrund.

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Nürnberg/Düsseldorf (dpa/sth). Eine Woche vor der “Gemeinschaftsdiagnose” von fünf durch die Bundesregierung ausgewählten Wirtschaftsforschungsinstituten haben am Mittwoch zwei weitere Institute ihre Konjunkturprognosen für das laufende Jahr vorgelegt. Während das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von einem minimalen Wachstum der Wirtschaftsleistung in Deutschland von 0,1 Prozent ausgeht, erwartet das Institut für Makroökonomie (IMK) bei der Hans-Böckler-Stiftung, dass die Wirtschaft um 0,3 Prozent schrumpft. Das Münchner Ifo-Institut ging bereits vor einigen Wochen - ebenso wie die Bundesregierung - von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent aus.

Trotz des prognostizierten Mini-Wachstums steigt die Zahl der Erwerbstätigen der IAB-Prognose zufolge im Verlauf des Jahres 190.000 auf 46,12 Millionen Personen. Gleichzeitig werde aber auch ein Anstieg bei der Zahl der Arbeitslosen um 120 000 auf 2,73 Millionen erwartet. Vor allem Menschen, die bereits arbeitslos sind, hätten deutlich schlechtere Chancen wieder einen Job zu bekommen, so das IAB. Entsprechend liege die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich über dem  Niveau von vor der Coronapandemie. “Trotz des hohen Arbeitskräftebedarfs zeigen sich hier Verfestigungstendenzen”, sagte IAB-Arbeitsmarktexperte Enzo Weber. 

Das gewerkschaftsnahe IMK erwartet nach einem Minus für 2024 für das kommende Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,8 Prozent. “Positive Impulse für die Wirtschaftsentwicklung kommen 2024 und vor allem 2025 vom privaten Konsum als Folge von gesunkener Inflation und höheren Lohnabschlüssen”, so die Düsseldorfer Wirtschaftsforscher. Demnach verhindern “die restriktive Fiskalpolitik der Bundesregierung und die zunächst weiterhin hohen Zinsen”, dass aus dem geminderten Schrumpfen ein Wachstum wird. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt bleibt laut den Forschern vergleichsweise stabil: Den Angaben zufolge soll die Arbeitslosigkeit leicht steigen. Sie liege im Jahresmittel 2024 bei 5,9 Prozent und 2025 bei 6,0 Prozent. 2023 waren es demnach durchschnittlich 5,7 Prozent. 


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