München (tö). Wer zu viel Kleingeld im Portemonnaie oder zu Hause gesammelt hat und die Münzen bei einer Bank loswerden will, muss für diesen Service häufig hohe Gebühren zahlen. Das lässt sich aber vermeiden – und zwar nicht nur, indem man die Cent-Stücke beim Bäcker oder im Supermarkt mühsam abzählt und ausgibt.
Bis zu 10 Euro Gebühr
Etwa 100 Euro Bargeld stecken im Durchschnitt im Geldbeutel der Bundesbürgerinnen und Bürger, sechs Euro davon sind Münzen. Doch nicht selten ist das Portemonnaie zu voll gestopft mit Kleingeld. Oder das Sparschwein oder die Spielgeld-Kasse zu Hause sollen endlich einmal „geschlachtet“ werden. Wer dann mit einem Beutel Münzen zu seiner Sparkasse oder Bank geht, erlebt womöglich eine teure Überraschung. Einzelne Sparkassen kassieren für die Annahme bis zu zehn Euro, andere Geldinstitute bei einer Einzahlung von mehr als 50 oder 100 Münzen aufs eigene Girokonto 7,50 Euro.
Nicht selten verlangen Banken für die Annahme von Münzen am Automaten eine Grundgebühr plus einen prozentualen Anteil, je nach Münzwert. Die US-Firma Coinstar, die in mehr als 1500 deutschen Supermärkten Münzzählautomaten aufgestellt hat, will ebenfalls Geld fürs Kleingeld. Das Unternehmen teilt dazu mit: „Wie viele andere Banken erheben auch wir eine Gebühr, unsere beträgt 9,9 Prozent“, macht bei 50 Euro in Münzen schon fast fünf Euro.
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Bundesbank tauscht gratis um
Wer nicht so viel bezahlen will und in der Nähe einer der 30 Filialen der Bundesbank wohnt, kann dort sein Münzgeld loswerden. Die Bundesbank tauscht die Münzen kostenfrei gegen Scheine um. Wo sich die Filialen befinden, ist auf der Homepage der Bundesbank nachzulesen. Ein weiterer Service: Auch alte DM-Banknoten und -Münzen werden in den Filialen umgetauscht, ohne Gebühren und ohne Begrenzung.
